Klimaschutz in der Caritas (c) Caritas

Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Diözesan-Caritasverband

Der Klimawandel erfordert ambitionierte Klimaschutzanstrengungen. Die Delegiertenversammlung des Deutschen Caritasverbandes hat Ende 2020 beschlossen, dass die Caritas sich auf den Weg macht, bis 2030 klimaneutral zu werden. Ein Ziel, das Anstrengungen aller Verbände und Einrichtungen erfordert und zu dem der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln einen Beitrag leisten wird. 

Mit der Einrichtung der Stelle einer Klimaschutzbeauftragten und der Einberufung einer arbeitsfeldübergreifenden „Koordinierungsgruppe Klimaschutz" hat sich der Verband Anfang 2022 auf den Weg gemacht, Klimaschutz und Nachhaltigkeit im eigenen Haus systematisch voranzutreiben und seine Mitglieder durch Vernetzung und Beratung bei eigenen Klimaschutzaktivitäten zu unterstützen. Die fundierte Beratung der Mitglieder zu allen Facetten des Klimaschutzes verstärken seit 2024 ein Referent für Photovoltaik und seit Frühjahr 2025 zwei Klimaschutzkoordinatorinnen im Klimaschutz-Team des Diözesan-Caritasverbandes. 

Zur operativen Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im eigenen Verband fokussiert  der Diözesan-Caritasverband insbesondere die Bereiche

  • Einkauf/Beschaffung (Mobilität, Büromaterial, IT, Textilien, Energie)
  • Baubegleitung und energieeffiziente Gebäudesanierung
  • Ressourceneinsparung im Geschäftsbetrieb (Mobilität, Müll, Energie, Wasser, Verpflegung, Büromaterial)
  • Finanzanlagen.


Als erste Meilensteine sind die energetische Sanierung der Geschäftsstelle (2025), die Inbetriebnahme einer ersten Photovoltaikanlage auf dem Dach der Geschäftsstelle (2025) und die Selbstverpflichtung auf nachhaltige Verpflegung im Verbund mit den weiteren Diözesan-Caritasverbänden Nordrhein-Westfalens (2024) zu nennen.

Relevante Klimaschutzaspekte werden künftig in allen Fach- und Beratungsbereichen des Diözesan-Caritasverbandes in die Arbeit integriert. Dazu gehört auch die Organisation von Klimaschutz-Fortbildungen auf dem Caritas Campus des Diözesan-Caritasverbandes sowie das jährlich stattfindende Klima-Forum für Wohlfahrt und Kirche. Die genannten Bereiche sind auch Gegenstand der Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen und diözesanen Akteuren.

Als Dachverband zeigt der Diözesan-Caritasverband in seiner Lobbyarbeit Hürden auf, die einer Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in der Sozialwirtschaft entgegenstehen und wirkt an Refinanzierungslösungen mit. Dabei kooperiert der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln mit den weiteren Diözesan-Caritasverbänden in Nordrhein-Westfalen und der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW und handelt auf Bundesebene vernetzt im Deutschen Caritasverband 

 

Der Vorstand des DiCV hat eine Selbstverpflichtung zur strategischen Verankerung von Klimaschutz beschlossen. Angesichts der strategischen Bedeutung dieser Weichenstellung ist auch die Zustimmung des Diözesan-Caritasrates eingeholt worden. In der Erklärung verpflichtet sich der DiCV, 

  • ein Klimaschutzkonzept für den Verband zu entwickeln und unter Einbeziehung des Engagements der Mitarbeitenden umzusetzen.
  • innerbetriebliche Treibhausgasemissionen auf Basis bewährter Verfahren jährlich zu ermitteln und ein signifikantes Ziel für die jährliche CO2-Emissionsminderung nach Handlungsfeldern zu formulieren.
  • über die Klimaschutzziele und den Umsetzungsstand auf der Internetseite kontinuierlich und transparent zu berichten.
  • sich im Rahmen der Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit sowie in der Arbeit mit den Mitgliedsorganisationen für die Belange des Klimaschutzes einzusetzen.

 

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Die Erfassung des Status quo der Klimawirkung in Treibhausgasbilanzen schafft eine solide Grundlage dafür, effektive und kosteneffiziente Maßnahmen zu identifizieren und umzusetzen und den Verband nachhaltig und zukunftsfähig aufzustellen. Der Diözesan-Caritasverband hat in 2024 eine erste umfassende Datenerfassung für das Basisjahr 2023 vorgenommen und im Jahr 2025 seine erste Treibhausgasbilanz nach dem Standard des Greenhouse Gas Protocol vorgelegt. Die Erfassung wird fortgeführt und jährlich als Treibhausgasbilanz veröffentlicht.

Der Diözesan-Caritasverband hat durch Zahlung eines sog. KlimaPlusBeitrags Verantwortung für die verursachten Emissionen übernommen und eine entsprechende Spende zur Finanzierung von Klimaschutzprojekten geleistet.

Auf Basis dieser Daten wird ein Klimaschutzkonzept mit konkreten Maßnahmen und Reduktionszielen entwickelt (2026/27).

Zugleich sind die Daten Basis für die Nachhaltigkeitsberichterstattung des Diözesan-Caritasverbandes.

Seine Mitgliedsorganisationen unterstützt der DiCV im NKI-Projekt Klimaschutzkoordination kostenfrei bei der Treibhausgasbilanzierung.

Zum NKI-Projekt Klimaschutzkoordination

Zur Treibhausgasbilanz des DiCV 

Zum Zertifikat KlimaPlusBeitrag

Der Fokus des DiCV-Klimateams liegt mit dem Klimaschutz auf der ökologischen Nachhaltigkeit, die als Teilmenge eines umfassenden Nachhaltigkeitsbegriffs zu verstehen ist. Der Diözesan-Caritasverband hat einen ersten Nachhaltigkeitsbericht nach dem Konzept des Deutschen Nachhaltigkeitskodexes (DNK) erstellt, der in der Datenbank des DNK veröffentlicht ist. Perspektivisch wird der DiCV über die DNK-Plattform nach dem europäischen Standard für das freiwillige Nachhaltigkeits-Reporting (Voluntary Standard der EU) berichten. 

Download der DNK-Erklärung des DiCV Köln

Der DNK ist ein kostenfreies, standardisiertes Instrument, das die Bundesregierung Unternehmen zur Verfügung stellt, um damit dokumentieren zu können, wie nachhaltig sie arbeiten: im Themenfeld Klimaschutz unter Einbeziehung der Treibhausgasbilanz, aber auch zu den weiteren Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Der DNK bietet unterschiedliche Plattformen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung:

  • die freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung nach dem Voluntary Standard der EU (bislang VSME),
  • die erweiterte freiwilligen Berichterstattung (comprehensive tool), die alle ESG-Anforderungen von zuliefernden Unternehmen, Banken und anderen Stakeholdern abdeckt, die diese zur eigenen Nachhaltigkeitsberichterstattung benötigen,
  • sowie zur verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung nach CSRD.

Gleichzeitig ist er als Instrument der strategischen Organisationsentwicklung nutzbar.

Zur Plattform Deutscher Nachhaltigkeitskodex.

Ein zum DNK alternatives Berichtskonzept ist die Gemeinwohlbilanzierung (GWÖ).

 

Kostenfreie Arbeitshilfe

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) hat eine kostenfreie Arbeitshilfe zur freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattung in der Sozialwirtschaft erarbeitet. Der Leitfaden priorisiert, gibt hilfreiche Hinweise und praktische Beispiele. Er ist als pdf-Download verfügbar, außerdem sind die Hinweise auf der Berichts-Plattform des DNK integriert.

Download des DNK-Leitfadens der BAGFW

 

Nachhaltigkeitsberichtspflicht

Der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. unterliegt aktuell keiner Nachhaltigkeitsberichtspflicht, die Berichterstattung erfolgt auf freiwilliger Basis. Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU wird die Nachhaltigkeitsberichtspflicht über kapitalmarktorientierte Unternehmen hinaus ausgeweitet. Sie greift im Jahr 2028 für das Geschäftsjahr 2027. Die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß CSRD greift ab

 

≥ 1.000 Mitarbeitende

≥ 450 Millionen Euro Umsatzerlöse

 

Nachhaltigkeitsmanagement als Chance

Nachhaltigkeitsmanagement und die darauf aufbauende Berichterstattung ist jedoch nicht nur eine potenzielle Verpflichtung, sondern auch eine Chance. Rechtsträger, die sich hier systematisch aufstellen, profitieren von besseren Finanzierungsbedingungen (z.B. bei der Kreditvergabe von Banken für die Modernisierung von Sozialimmobilien), von erhöhter Attraktivität für Mitarbeitende und stellen sich insgesamt zukunftsfähig auf. Auch nicht berichtspflichtige Unternehmen können somit von einer freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattung profitieren.

Zudem sind Verbände und Einrichtungen schon jetzt zunehmend mit Anforderungen von Banken und anderen Stakeholdern konfrontiert, die Nachhaltigkeitskennzahlen einfordern, um ihre eigene Berichtspflicht zu erfüllen. Banken sind verpflichtet, Nachhaltigkeitsaspekte bei der Kreditgewährung und bei der Konditionengestaltung zu berücksichtigen, und zwar Nachhaltigkeitsaspekte des finanzierten Objekts (z.B. Energieeffizienz), des Kreditnehmers (nachhaltige Ausrichtung) und bei der gestellten Sicherheit. So beeinflusst die eigene Nachhaltigkeit und deren Dokumentation perspektivisch die Gewährung von Krediten und den Zins.

Der DiCV Köln teilt daher die Empfehlung des Deutschen Caritasverbandes vom 14.3.2025:

„Der Deutsche Caritasverband empfiehlt seinen Mitgliedern unabhängig von der ggfs. wirksamen verpflichtenden Berichterstattung eine angemessene freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung und weist auf die verschiedenen bestehenden Standards hin (VSME der EU, Deutscher Nachhaltigkeitskodex, Gemeinwohlmatrix der Gemeinwohlökonomie, We Impact und andere).“

 

10 Thesen für einen sozialen und ökologischen Neustart

Gemeinsam mit 39 weiteren Verbänden und Organisationen hat die Caritas „10 Thesen für einen sozialen und ökologischen Neustart“ unterzeichnet. Das breite Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, Umweltverbänden, Kirchen, Nationaler Armutskonferenz und weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren sagt: So kann es nicht mehr weitergehen! Klimawandel, Naturzerstörung und Verlust der Biodiversität sind Existenzkrisen für die Menschheit. Soziale und ökologische Fragen gehören zusammen und brauchen gemeinsame Antworten. Das Bündnis fordert unter anderem eine naturverträgliche und sozial gerechte Energiewende, Maßnahmen gegen Naturzerstörung und für den Erhalt der Biodiversität, eine Teilhabe aller an umweltschonender Mobilität, eine klimaschonende Landwirtschaft und nachhaltige Arbeitsformen. 

 

Mehr Informationen finden Sie hier

Klimaschutzkoordination im DiCV Köln - Unsere Angebote

Im Projekt „Klimaschutzkoordination in der Caritas Erzbistum Köln“ verstärken zwei Klimaschutzkoordinatorinnen das Klima-Team des DiCV, gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative. Sie unterstützen teilnehmende Mitgliedsorganisationen gezielt bei der Treibhausgasbilanzierung und in ihrem Engagement für den Klimaschutz. Der Projekteinstieg weiterer DiCV-Mitglieder ist noch möglich.

Zum NKI-Projekt Klimaschutzkoordination 

Mehr Informationen finden Sie hier

Die in Kooperation mit der Abteilung Schöpfungsverantwortung des Erzbischöflichen Generalvikariats erstellten Checklisten zum Einsparen von Strom- und Heizenergie geben einen Überblick über mögliche fachspezifische Ansatzpunkte für einzelne Fachbereiche der Caritas und enthalten darüber hinaus eine Liste zum Abhaken und gegebenenfalls zur Wiedervorlage.

24. August 2026: BAGFW: Hitze und Extremwetter im Wandel: Herausforderungen für Wohlfahrtsverbände und Katastrophenschutz 

Diese Informationsveranstaltung über Hitze und Extremwetter im Wandel richtet sich an alle Gremien und Verantwortliche in Wohlfahrtsverbänden sowie an Mitarbeitende aus Katastrophenschutz, Kommune, Gesundheitswesen und zivilgesellschaftlichen Organisationen — kurz: an alle, die Hitzevorsorge mitgestalten wollen. Neben Vorträgen zu den Themen „Hitze im Wandel: Entwicklungen, Perspektiven und Herausforderungen“ sowie „Krisenvorsorge im Wandel – Hitzeschutz als wachsende Herausforderung“ durch KLUG und DRK, bietet die Veranstaltung einen Raum für offenen Austausch. 

24. August 2026, 13:00 bis 14:30 Uhr, online, kostenfrei, Anmeldung unter hier

 

15. und 16. September 2026: Netzwerktreffen CSR & Nachhaltigkeit in Caritas & Diakonie

Das jährliche CSR-Netzwerktreffen für Caritas und Diakonie in Hofgeismar findet in 2026 am 15. und 16. September statt. Inhaltliche Akzente setzen wir zu den Themen Nachhaltigkeitsmanagement, regulatorische Rahmenbedingungen und KI und Nachhaltigkeit. Darüber hinaus steht die Zusammenarbeit im Netzwerk im Mittelpunkt – u.a. im HofG-Netzwerk, das sich beim vorletzten Treffen gebildet hat und Ergebnisse zu den Themen Nachhaltige Beschaffung, Klimaanpassung, Energiemanagement und Einbeziehung von Mitarbeitenden einbringen wird. Das konkrete Programm wird im Frühjahr veröffentlicht. Kontakt: Volker Thorn (volker.thorn@vrk.de).

 

17. September 2026: Resilienzförderung in Krisenzeiten – junge Menschen stärken zwischen Klimawandel, Krisen und digitalem Wandel

Die digitale Veranstaltung von IN VIA nimmt zentrale Herausforderungen in Zeiten multipler Krisen in den Blick und fragt: Wie können junge Menschen in Krisenzeiten resilient begleitet und gestärkt werden? Im Fokus stehen praxisrelevante Impulse zu digitaler Resilienz, Mediennutzung in Krisenzeiten, den Auswirkungen von KI auf Informations- und Lebenswelten junger Menschen sowie zur Resilienzförderung im Kontext der Klimakrise. 

17. September 2026, 10:00 bis 11:30 Uhr, online, kostenfrei, Anmeldung ist bis zum 15.09.2026 möglich unter hier

 

23. September 2026, Junge Menschen für Nachhaltigkeits- und Klimaschutzthemen begeistern – Erkenntnisse aus dem JuNast – Projekt

In dieser praxisnahen Veranstaltung von IN VIA werden von der Referentin Julia Barth von IKU-Die Dialoggestalter GmbH zentrale Erkenntnisse und erprobte Methoden aus dem Projekt JuNast – Jugendengagement für Nachhaltigkeit stärken vorgestellt. Das Projekt hat untersucht, wie insbesondere junge Menschen angesprochen werden können, die bisher wenig Berührungspunkte mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen haben. Die Teilnehmenden erhalten praxisorientierte Handlungsempfehlungen für ihren Arbeitsalltag. 

23. September 2026, 10:00 bis 11:30 Uhr, online, kostenfrei, Anmeldung ist bis zum 21.09.2026 möglich unter hier

 

1. Oktober 2026: Einstiegswebinar „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ (Zentrums für Klimaanpassung)

Klimatische Veränderungen und Klimaextreme wie Hitzewellen, Trockenheit oder Hochwasser stellen soziale Einrichtungen bereits heute vor große Herausforderungen, mit Folgen für Schutzbefohlene, Mitarbeiter*innen und die Lebens- und Arbeitsqualität. Das Einstiegswebinar bietet Mitarbeitenden in sozialen Einrichtungen und deren Trägern einen praxisnahen Zugang zum Thema: Sie erfahren, wie Klimawandel und Gesundheit zusammenhängen und welche Handlungsmöglichkeiten es zur Planung und Umsetzung von Maßnahmen gibt. Zudem bietet das Webinar Raum für Austausch.

1. Oktober 2026, 9:30 - 11:30 Uhr, online, kostenfrei, Anmeldung hier.

 

1. Oktober 2026: Fachtagung Klima-Engagement, Bonn

Das Bündnis Bürgerschaftliches Engagement (BBE) lädt im Rahmen-Programms „Engagiert für Klimaschutz“ gemeinsam mit der Stiftung Mitarbeit zur diesjährigen Fachtagung Klima-Engagement ein. Mit der Veranstaltung wird ein Austauschraum geschaffen für Vertreter_innen aus Kommunen und Zivilgesellschaft, um Zusammenarbeit zu stärken und neue Impulse für lokalen Klimaschutz zu entwickeln. 

1. Oktober 2026, 9:00 bis 17:00 Uhr, Bonn, kostenfrei, Anmeldung hier

 

6. Oktober 2026: 4. Klima-Forum für Wohlfahrt und Kirche - Wende im Warenkorb: Vom guten Willen zur guten Praxis

Perspektiven für zukunftsfähige Beschaffung in Kirche und Wohlfahrt: Das Forum zeigt, wie wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln zusammen gehen kann. Es zeigt Entwicklungen auf, eröffnet Handlungsalternativen und innovative, praxisnahe Umsetzungsimpulse für verantwortliches Handeln in Kirche, Wohlfahrt und Gesellschaft.

Unter dem Titel „Wende im Warenkorb – vom guten Willen zur guten Praxis“ steht die Frage im Mittelpunkt, wie nachhaltige Beschaffung in Kirche und Wohlfahrt konkret und wirksam umgesetzt werden kann. Freuen Sie sich auf inspirierende Keynotes, einen Special Guest sowie neun praxisnahe Workshops zu Themen wie nachhaltige Beschaffung, Kreislaufwirtschaft, Green IT, Lebensmittel und Wasser.

Das Forum richtet sich an alle, die sich haupt- oder ehrenamtlich mit Nachhaltigkeit, Klimaschutz oder Beschaffung beschäftigen.

06. Oktober 2026, 9.00 bis 16.30 Uhr, Maternushaus Köln, weitere Infos hier.

 

07. Oktober 2026: Online-Workshop für pädagogische Fachkräfte – Faszination Gartenwelt in der Kindertageseinrichtung 

Wie kann das Außengelände der Kita zu einem lebendigen Lern- und Erfahrungsraum für Kinder werden – und gleichzeitig für die Natur zu einem Lebensraum? In diesem Workshop entdecken Sie, wie naturnahe Gartengestaltung Artenvielfalt fördert und gleichzeitig das Wohlbefinden sowie die Entwicklung von Kindern stärkt. Ein vielfältig gestaltetes Außengelände lädt zum Entdecken, Forschen und Bewegen ein und schafft wertvolle Lebensräume für Pflanzen, Insekten und andere Tiere. So wird Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ganz praktisch erlebbar. 

7. Oktober 2026, 14:00 bis 16:00 Uhr, online, kostenfrei, Anmeldung und weitere Informationen hier

 

8. und 22. Oktober 2026: Klimarisiken und Klimafolgen systematisch managen
Weiterbildung zu betrieblichem Klimaanpassungsmanagement nach ISO 14090/ 14091 

Klimarisiken sind Realität. Zeit, sie strukturiert zu managen. Viele Unternehmen stehen allerdings noch am Anfang: Risiken sind nur abstrakt bekannt oder werden punktuell diskutiert. Der Kurs „Klimarisiken und Klimafolgen systematisch managen“ hilft, abstrakte Klimarisiken in eine unternehmensspezifische Analyse und einen klaren Handlungsfahrplan zu übersetzen, orientiert an den ISO-Leitlinien 14090 und 14091. Die Weiterbildung findet online im Blended-Learning-Format statt, mit E-Learning-Modulen zur Vorbereitung und zwei interaktiven Webseminaren in kleiner Gruppe. 

8. und 22. Oktober 2026, 1199,00 € (zzgl. MwSt), weitere Infos hier.

 

3. November 2026: Web-Seminar: Energiebewusstes Verhalten am (Büro-)Arbeitsplatz

Die Veranstaltung vermittelt praxisnahes Wissen zu Energieverbrauch und -einsparung im Büro, zeigt versteckte Energiefresser und gibt Tipps zur Änderung klimaschädlicher Gewohnheiten. Teilnehmende entwickeln alltagstaugliche Lösungen und Strategien, um Kolleg_innen fürs Mitmachen zu gewinnen.

03. November 2026, 13.00 bis 15.30 Uhr via Zoom, 55,- € intern, 66,- € extern, Anmeldung und weitere Infos hier

 

4. November 2026: Web-Seminar: Kleine Schritte, große Wirkung: Gemeinsam Energie in der Kita sparen

Wie lässt sich im Kita-Alltag Energie sparen und Kinder zugleich für Nachhaltigkeit begeistern? Im Webinar erhalten Sie praxisnahe Ideen, Hintergrundwissen und Projektbeispiele, um Kosten zu senken, Ressourcen zu schonen und Ihre Kita als Lernort für Klimaschutz zu stärken.

04. November 2026, 09:00 - 12:00 Uhr via Zoom, 75,- € intern, 90,- € extern, Anmeldung und weitere Infos hier

 

10. November 2026: Praxistag von Koch zu Koch: Alltagstaugliche Alternativen ausprobieren

Praxisnah, kreativ und alltagstauglich: Entdecken Sie, wie pflanzenbasierte Küche in der Gemeinschaftsverpflegung überzeugt – mit einfachen Zutaten, starkem Geschmack und frischen Ideen. Gemeinsam kochen, voneinander lernen und neue Impulse für eine moderne Küche gewinnen.

10. November 2026, 10:00 - 16:00 Uhr, Kath. Familienbildungsstätte Wuppertal (Bernhard-Letterhaus-Str. 8, 42275 Wuppertal), 75,- € intern, 90,- € extern, Anmeldung und weitere Infos hier

 

10. November 2026: Pax-BKC Tagung für die Sozialbranche – Zukunft nachhaltig gestalten: Verantwortungsvoll handeln in unsicheren Zeiten, Düsseldorf

Die Pax-BKC Tagung für die Sozialbranche bringt Entscheiderinnen und Entscheider, Fachverantwortliche und Interessierte aus der Sozialbranche und dem Nachhaltigkeitsnetzwerk zusammen, um zentrale Zukunftsfragen gemeinsam in den Blick zu nehmen. Freuen Sie sich auf inspirierende Impulse, praxisnahe Workshops und wertvollen Austausch zu Themen, die die Branche heute und morgen bewegen. Im Fokus stehen konkrete Herausforderungen und Chancen: die Zukunftsfähigkeit von Pflegeimmobilien, Investitionen in Transformationsprozesse, Digitalisierung und KI in der sozialen Arbeit sowie der strategische Umgang mit Berichterstattung und Transparenz. 

10. November 2026, 9:30 bis 16:00 Uhr, Düsseldorf, kostenfrei, Anmeldung und weitere Informationen hier

 

24. November 2026: Webinar: Gesunde Erde – gesunde Kinder

Nachhaltige Kinderverpflegung stärkt Gesundheit und Klimaschutz zugleich. Im Seminar erfahren Sie, wie regionale, saisonale und biologische Lebensmittel in den Kita-Alltag integriert werden können. Sie lernen, wie ein klimagesunder Speiseplan entsteht, Lebensmittelabfälle vermieden werden und wie Ernährung als Teil frühkindlicher Bildung wirkt. Dieses Angebot findet in Kooperation mit der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung NRW der Verbraucherzentrale NRW statt.

24.November 2026, 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr via Zoom, 25,- € intern, 40,- € extern; Anmeldung hier.

 

24. November 2026: Biodiversität stärken – Klima schützen. Perspektiven im kirchlichen Bereich

Der Erhalt der Biodiversität ist ein wichtiger Bestandteil effektiver Klimaschutzstrategien, und umgekehrt trägt der Klimaschutz zur Erhaltung der Biodiversität bei. Zahlreiche Kirchen und diakonische Einrichtungen verfügen über vielfältige Flächen und Möglichkeiten, um den Erhalt der natürlichen Biodiversität zu stärken und gleichzeitig das Klima effektiv zu schützen. Die Fortbildung der EKD, von FEST und der Klima Kollekte dient zur Befähigung, dieses Potenzial zu nutzen und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten kennenzulernen. 

24. November 2026, 13:00 bis 16:30 Uhr, online, kostenfrei, Anmeldeschluss: 20. November 2026, Anmeldung und weitere Informationen hier.

 

18. März 2027: Web-Seminar: Leitungswasser statt Flaschenwasser?

Leitungswasser zu sprudeln statt Mineralwasser in Kisten zu kaufen spart Kosten und schont das Klima. Da Trinkwasser in Deutschland streng kontrolliert wird, ist der Umstieg in der Regel unbedenklich und hat sich bereits in vielen Einrichtungen bewährt. Der Verein a tip: tap unterstützt diesen Wechsel, teilt Erfahrungen, beleuchtet Chancen und mögliche Herausforderungen und zeigt Grenzen auf. Das Web-Seminar bietet zudem Raum für Austausch zu Hygiene, Kommunikation und passenden Gerätelösungen.

18. März 2027, 14:30 - 16:00 Uhr via Zoom, 30,- € intern, 40,- € extern, Anmeldung und weitere Infos hier.

 

20. April 2027: Web-Seminar: Klimaschutz und Klimaanpassung in der Kita - Gemeinsam mit Kindern Strategien für heute und morgen entwickeln

Fortschreitender Klimawandels und häufigere Extremwetterereignisse rücken Klimaschutz und Klimaanpassung den Fokus. In Kitas lassen sich beide Ziele verfolgen. Zum einen können die Fachkräfte mit Kindern und Familien durch einfache Schritte zum Klimaschutz beitragen und klimabewusstes Verhalten vorleben und erfahrbar machen. Zum anderen sollte das Kita-Team Maßnahmen zur Klimaanpassung umsetzen, um die Kinder zu schützen und ihnen und ihren Familien Handlungsoptionen aufzuzeigen. Das Webinar des Caritascampus in Kooperation mit dem Wissenschaftsladen Bonn e.V. erläutert Hintergründe und gibt praktische Umsetzungstipps.

20. April 2027, 9:00 - 12:00 Uhr via Zoom, 75,- € intern, 90,- € extern, Anmeldung und weitere Infos hier.

 

2. Juni 2027: Web-Seminar: Kommunikation ist alles – auch beim Essen

Das Web-Seminar gibt Einblicke in die pflanzenbasierte Küche und zeigt praxisnah, wie sich mit attraktiver Speiseplanung, kreativer Kommunikation und ansprechender Präsentation der Gerichte die Akzeptanz klimafreundlicher Speisen steigern lässt. Entstanden in Kooperation mit ProVeg, vermittelt es kompaktes Wissen sowie konkrete Anregungen, wie kleine Veränderungen große Wirkung für Zufriedenheit, Gesundheit und Klima entfalten können.

2. Juni 2027, 14:00 - 15:30 Uhr via Zoom, 35,- € intern, 42,- € extern, Anmeldung und weitere Infos hier.

 

Weiteres:

Kostenfreie Onlineschulung zum Hitzeschutz

Die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) stellt kostenfreie Schulungsmaterialien zum Thema Hitze und Gesundheit für Gesundheitsberufler_innen bereit. Die Module behandeln unter anderem hitzebedingte Gesundheitsrisiken, Prävention, Notfälle und Eigenschutz und eignen sich sowohl für die individuelle Weiterbildung als auch für Teamschulungen. Weitere Informationen finden Sie hier. 

Außerdem bietet das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im Rahmen des Projekts „Klimaanpassung in der Pflege (KlapP)“ zwei kostenfreie Online-Schulungen für Pflegekräfte und pflegende Angehörige an. Die Schulungen sind als Kurzversion (1 bis 2 Stunden) und Langversion (4 bis 5 Stunden) verfügbar und vermitteln Wissen zu hitzebedingten Gesundheitsrisiken sowie praktische Tipps zur Prävention und Versorgung pflegebedürftiger Menschen bei Hitze. Weitere Informationen finden Sie hier

 

Kita-Team-Fortbildungen rund ums Kochen und Essen

Egal, ob in der Kita vor Ort gekocht wird oder ein Caterer das Essen liefert: Um Kinder beim Essen(lernen) zu unterstützen, können alle im Team etwas beitragen. Kita-Teams können die Ernährungsinitiative „Ich kann kochen!“ zur Team-Fortbildung in ihre Einrichtung. Die Kita-Teams bekommen ein Grundverständnis, wie Kinder Essen lernen und wie sie dabei begleitet werden können. Neben der kostenfreien Fortbildung werden die die Kitas mit praxisnahen Bildungsmaterialien, Rezepten und digitalen Lernangeboten sowie einer Lebensmittelförderung von bis zu 500 Euro durch die BARMER unterstützt. Anmeldung für 2026 hier. Kostenfreie Elternwebinare rund um das Thema Essen in der Familie gibt es in der Familienküche.

 

 

Unsere Klimatipps

Zahlreiche best practice Beispiele

Diese und viele weitere Tipps finden Sie auch auf der Website des Projekts Stromspar-Check. 

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