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Der Trailer zum Film

Der Trailer zum Film

Ein Jahr danach - die Fluthilfe der Caritas!

Bei der Flut am 14. und 15. Juli 2021 haben nach heftigen Unwettern Wassermassen Teile von Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz schwer verwüstet. Kleine Bäche wurden zu reißenden Flüssen, mindestens 180 Menschen verloren ihr Leben, Existenzen wurden weggespült.

Ein Film der Caritasverbände der (Erz-)Bistümer Aachen, Essen, Köln, Paderborn und Trier zeigt, wie die Caritas unmittelbar nach der Flut begonnen hat, zu helfen. Es werden Schicksale von Menschen geschildert, zudem wird aufgezeigt, wie Hilfe bei künftigen Krisenlagen noch besser laufen kann. Der Film „Ein Jahr danach – die Fluthilfe der Caritas“ ist unter www.caritas-fluthilfe.de abrufbar. Dort finden sich auch weitere Informationen zur Fluthilfe der Caritas in den beteiligten (Erz-)Bistümern.

Produktion (2022): Kigali films, Köln, Redaktion: Sabine Büttner, Christian Heidrich, Markus Harmann, Dauer: 24 Minuten

Vier Millionen Euro für Opfer der Flutkatastrophe 

Die Caritas hat im Erzbistum Köln bislang (Stand: Juli 2022) rund vier Millionen Euro an Betroffene der Flutkatastrophe ausgezahlt. 1,6 Millionen Euro entfielen auf Soforthilfen (200 Euro pro Person) unmittelbar nach der Flut in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021. 2,4 Millionen Euro wurden als Haushaltsbeihilfen (bis 5.000 Euro) gezahlt. Diese gaben die Menschen etwa für die Anschaffung neuer Einrichtungsgegenstände, Kühlschränke und Waschmaschinen aus. 

„Wir konnten bis heute mehr als 6.200 Betroffenen helfen. Viele haben sich allerdings noch gar nicht gemeldet oder sind mit der Antragstellung auf Wiederaufbauhilfen des Landes beschäftigt“, zieht Michaela Szillat, Fluthilfekoordinatorin des Kölner Diözesan-Caritasverbandes, kurz vor dem Jahrestag der Flut Bilanz.

Die Bilder der Bildergalerie finden Sie hier in einem ZIP-Download-Paket.

Wie die Caritas hilft

Finanziell:

Zu Beginn der Projektlaufzeit steht bei den Betroffenen der Wunsch nach finanzieller Unterstützung (Soforthilfen = 200 Euro pro Person und Haushaltbeihilfen (max. 5.000 Euro pro Haushalt) an erster Stelle, um so schnell wie möglich die Schäden beseitigen zu können, die den Alltag am meisten einschränken. Der Großteil des tatsächlichen Ausmaßes der individuellen Schäden wurde erst im Laufe des Herbstes ersichtlich. Somit stieg auch der Bedarf an höheren finanziellen Hilfen, wie der Wiederaufbauhilfe des Landes (Land:80% der ermittelten Schadenssumme, Anschlussfinanzierung durch Spenden 20%-max. 25.000 Euro) sowie Härtefälle. 

 

Beratung – Begleitung und Vermittlung in Fachdienste

Die Infrastruktur ist mittlerweile größtenteils wieder hergestellt, der Wiederaufbau geht jedoch nur schleppend voran, so dass viele Betroffene psychisch und physisch am Rande ihrer Kräfte sind. Außerdem belasten das Erlebte und die wiederkehrenden Bilder und Geräusche die Psyche. Jedes Mal, wenn es stärker regnet, werden die Erlebnisse der Flut wieder lebendig und lösen Ängste und Panik aus. Erschöpfungszustände durch die teils anstrengenden körperlichen Aufräumarbeiten sowie fehlende Rückzugsmöglichkeiten und Erholungsphasen laugen die Betroffenen zusätzlich aus. Hinzu kommen die existentiellen Sorgen durch das Ausbleiben finanzieller staatlicher Hilfen oder Versicherungsleistungen. Auf der Grundlage dieser Erfahrungen mit den von der Flut betroffenen Menschen ergänzten die Caritasverbände, SkF und SKM ihre Beratungsstellen um bedarfsorientierte Angebote in den Flutgebieten.

 

Wie geht es weiter?

Die Hilfen rund um die Flutkatastrophe werden bis in das Jahr 2024 hinein über Spendenmitteln finanziert weiterlaufen. Dazu gehört neben der Individualhilfen (finanziell wie beratend) auch Maßnahmen zur Quartiersarbeit/Sozialraumprojekten. Versammlungsmöglichkeiten, Jugendzentren, Begegnungsstätten wurden von der Flut ebenfalls weggeschwemmt. Auch wenn hier die öffentliche Hand in der Verantwortung steht, gilt es Bedarfe zu eruieren und Konzepte zu entwickeln, die das Gemeinwesen stärken.

Mit Besorgnis registrieren die Beraterinnen und Berater vor Ort, dass die psychischen Belastungen nicht abnehmen. Gerade wenn es wieder stark regnet, die Flüsse und Bäche ansteigen, kommen bei den Betroffenen Ängste und Sorgen hoch. Hier wird eine langfristige und kontinuierliche Unterstützung von Nöten sein.

 

Wiederaufbauhilfen

Für den Wiederaufbau stehen in Nordrhein-Westfalen Mittel in Höhe von rund 12,3 Milliarden Euro aus dem Aufbaufonds 2021 bereit.
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat am 13. September 2021 die dazugehörende Förderrichtlinie „Wiederaufbau Nordrhein-Westfalen“ veröffentlicht.
Die Förderung erfolgt als Billigkeitsleistung in Höhe von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Für denkmalpflegerischen Mehraufwand beträgt die Billigkeitsleistung bis zu 100 Prozent.

Weitere Informationen sowie der Link zum NRW-Online-Antrag. 

Bitte beachten Sie, dass Spendengelder für den Wiederaufbau erst nach der Bewilligung von Landesmitteln berechnet und ausbezahlt werden können. Beantragt werden können 20 Prozent der förderfähigen Kosten, also der sogenannte Eigenanteil, der nicht über Landesmittel finanziert wird. Für weitere Fragen nehmen Sie bitte Kontakt zu den Caritas-Fluthilfebüros in Ihrer betroffenen Region auf. Voraussetzung für die Antragstellung ist das ausgefüllte und unterschriebene Antragsformular

 

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Factsheet und FAQs für die Öffentlichkeitsarbeit

Caritas international hat zum Jahrestag Zahlen, Daten & Fakten in einem Factsheet zusammengefasst. Außerdem sind wichtige Fragen und Antworten in einem FAQ gesammelt. 

Die Fluthilfebüros der Caritas

Von der Hochwasserkatastrophe am 14. und 15. Juli 2021 sind in NRW die Gebiete von fünf Diözesan-Caritasverbänden betroffen: Aachen, Essen, Köln, Paderborn, Trier. Insgesamt 25 Fluthilfebüros kümmern sich vor Ort um die Anliegen der Flutopfer. Eine interaktive Karte benennt Angebote, Adressen und Ansprechpersonen. 

 

Ansprechpersonen vor Ort im Erzbistum Köln

Gemeinschaftsangebot: Caritasverband Rhein-Sieg e.V., Katholische Verein für soziale Dienste (SKM) und der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF)

Alexandra Mahlkemper (0152/22845416)

Andrea Lenden (01522/2845554)

Andreas Bedding (01522/1810584)

Alis Wagner (01522/2878143)

Breite Straße 3
53913
Swisttal-Ollheim

fluthilfezentrum@caritas-rheinsieg.de  

Sozialdienst katholischer Frauen Rhein-Erft-Kreis e.V. SkF Familienbüro Erftstadt

Natalie Beck: 0151/72886811

Anne Berg: 0171/4751559

Büro: 02235 - 4130728                                  

Carl-Schurz-Str. 86         

50374 Erfstadt-Liblar 

familienbuero-erftstadt@skf-erftkreis.de 

Caritasverband für den Rhein-Erft-Kreis e.V., Erziehungs- und Familienberatung für Eltern, Kinder und Jugendliche 

Dr. Britta Schmitz (Leitung): 02235-6092

Schloßstraße 1a 

50374 Erfstadt-Lechenich

info-ebe@caritas-rhein-erft.de 

Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen e.V. , Fluthilfe Büro Caritas Euskirchen

Elisa Mc Clellan, Saskia  Reder, Tim Hennes 

02251- 7724962  

Herz-Jesu-Vorplatz 3

53879 Euskirchen

fluthilfe@caritas-eu.de 

Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V.; Fluthilfe Wuppertal

Andrea Hepp, 02023-89033063 und 01511/5124293

Laurentiusstraße 9

42103 Wuppertal 

andrea.hepp@caritas-wsg.de 

Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V.; Fluthilfe Wuppertal

Stephanie Kalter: 02023-89033063; 0151/40700802

Laurentiusstraße 9

42103 Wuppertal 

stephanie.kalter@caritas-wsg.de 

Plakat Flut Solingen

Caritasverband Düsseldorf e.V.; Fluthilfebüro Gerresheim

Ezgi Tali: 0211- 275907

Katharinenstraße 9

40627 Düsseldorf

Ezgi.Tali@caritas-duesseldorf.de 

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