Straffälligkeit (c) Barbara Bechtloff

Straffälligkeit

Für Angehörige bricht eine Welt zusammen, wenn der Partner, das Kind, ein Verwandter oder Freund ins Gefängnis muss. Viele Fragen stellen sich: Wie erkläre ich das meinen Kindern? Was denken die Nachbarn? Wovon sollen wir künftig leben? Damit sie sich nicht alleine fühlen, bietet die Caritas an vielen Orten Gruppenangebote für die Angehörigen an. In Gesprächskreisen können sie sich austauschen und gegenseitig unterstützen.

Im Rahmen der Straffälligenhilfe begleitet die Caritas aber genauso straffällig gewordene Menschen vor, während und nach der Haft. Die Straffälligenhilfe zielt mit ihren Angeboten auf die Resozialisierung und Wiedereingliederung straffällig gewordener Menschen ab. Dazu gehören persönliche Beratung und Begleitung, die Vermittlung von Hilfen zur Existenzsicherung und die Unterstützung bei der Suche nach Wohnung und Arbeit.

Die Projekte der Straffälligenhilfe vermitteln gemeinnützige Arbeit statt Ersatzfreiheitsstrafen. Nach dem Motto „Schwitzen statt sitzen" haben einkommensschwache Straftäter hier die Möglichkeit, ihre Geldstrafe abzuarbeiten. So wird eine Haft vermieden und eine Wiedergutmachung möglich. Außerdem werden die Familien nicht auseinandergerissen. 

Besuch im Gefängnis
Was ist bei einem Besuch im Gefängnis zu beachten? Wie sieht eine Zelle aus? Wie ist der Tagesablauf im Gefängnis? Die Website für Kinder von Straffälligen gibt  Antworten auf diese und weitere Fragen. Mehr Informationen hier.

"Schwitzen statt sitzen"
Gemeinnützige Arbeit statt Ersatzfreiheitsstrafe: Durch freiwillige gemeinnützige Arbeit können Verurteilte, die mittellos sind, ihre Geldstrafe tilgen. Sie können so einer Freiheitsstrafe entgehen, die fällig wird, wenn sie die vom Gericht verhängte Geldstrafe nicht bezahlen können. So werden negative Folgen einer Haftstrafe vermieden. Mehr Informationen hier

Neben vielen für die Aufgabe qualifizierten hauptberuflich Beschäftigten ist auch eine große Anzahl von Ehrenamtlichen in Projekten der Straffälligenhilfe tätig. Ehrenamtliches Engagement ist ein besonderes Wesensmerkmal Katholischer Gefängnisarbeit. 

Möglichkeiten sich zu engagieren finden Sie auf der Ehrenamtsbörse der Caritas im Erzbistum Köln.

Auf Bundesebene setzt sich die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe im Deutschen Caritasverband für die Belange straffällig gewordener Menschen ein.

Die überverbandliche Interessenvertretung auf Bundesebene leistet die Bundesarbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe.

Ihr Ansprechpartner

Andreas Sellner

Andreas Sellner

Abteilungsleiter Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe, Sinti- und Romaprojekte