Elternschaft (c) Barbara Bechtloff

Elternschaft

Das Leben mit Kindern ist sinnstiftend und erfüllend, aber gleichzeitig auch voller Herausforderungen und mit viel Verzicht für Eltern verbunden. Statt eines geplanten Besuchs bei Freunden verbringen Eltern nicht selten den Tag beim Kinderarzt, weil das Kind morgens mit Fieber aufgewacht ist. Da müssen Eltern dann eben durch. Eltern sein bedeutet, über Jahre damit umzugehen, dass große Teile des Tages fremdbestimmt ist. Kaum eine anderere Aufgabe als die Elternschaft verlangt eine solche Flexibilität ab. 

 

Wenn Eltern das Gefühl haben, das Elternsein wächst ihnen über den Kopf, können sie sich zwar damit trösten, dass es fast allen Eltern so geht. Trotzdem tut manchmal ein Blick von außen gut. Die Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Erzbistum Köln berät Eltern bei der Entwicklung Ihres Kindes, Erziehungsfragen oder Problemen in Kindergarten und Schule. Genauso aber bei Familienkrisen oder Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es gibt u.a. Einzelberatung und familientherapeutische Gespräche.

Viele Mütter sind durch Familie, Beruf und Haushalt häufig über ihre körperlichen und seelischen Grenzen hinaus belastet. Sie brauchen Hilfe, wissen aber oft nicht, an wen sie sich wenden können. Ständige Erschöpfung, Rückenschmerzen, Migräne, Essstörungen und Hautprobleme – das sind nur einige der vielen Symptome, unter denen immer mehr Mütter leiden. Dann wäre eine Mutter-Kind-Kur oder eine Mütter-Kur der erste Schritt zum Gesundwerden.

Grundsätzlich haben alle Frauen (und Männer) in Familienverantwortung Anspruch auf eine medizinische Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme nach §§ 24 und 41 SGB V, wenn diese medizinisch indiziert ist und die Ärztin oder der Arzt die medizinische Notwendigkeit dieser Maßnahme attestiert hat.

In der Katholischen Arbeitsgemeinschaft Müttergenesung im Erzbistum Köln haben sich der Diözesancaritasverband, der Diözesanverband der Katholischen Frauengemeinschaft und der Diözesanverband des Kath. Deutschen Frauenbunds zusammengeschlossen, um Müttern und ihren Familien ein Gesundheitsnetzwerk zu bieten, in dem Beratung, Prävention, Rehabilitation und Kurnachsorge eng miteinander verknüpft sind.

Die Geschäftsstelle in Köln unterstützt die Arbeit von über 30 Kurberatungsstellen auf Bistumsebene bei Caritas und kfd, in denen jährlich über 4.500 Frauen und Männern beraten werden. Die Kurberaterinnen sind behilflich bei der Beantragung einer Mütter- oder Mutter-Kind-Kur und vermitteln die für die Familie passende Kurklinik. Außerdem klären sie mit der Klientin viele weitere Fragen, z. B. wie Kinder, die nicht mit zur Kur fahren können, betreut werden können, und sie helfen Widerspruch einzulegen, falls ein Kurantrag abgelehnt wird.

Nach der Kur werden in vielen Orten des Erzbistums Köln Kurnachsorge-Seminare angeboten, um die Erfolge der Kurmaßnahme zu festigen. Fragen Sie Ihre Beraterin!

Ihr Ansprechpartner

Georg Seegers

Georg Seegers

Referent für Erziehungsberatung