Klimaschutz in der Caritas (c) Caritas

Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Diözesan-Caritasverband

Der Klimawandel erfordert ambitionierte Klimaschutzanstrengungen. Die Delegiertenversammlung des Deutschen Caritasverbandes hat Ende 2020 beschlossen, dass die Caritas sich auf den Weg macht, bis 2030 klimaneutral zu werden. Ein Ziel, das Anstrengungen aller Verbände und Einrichtungen erfordert und zu dem der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln einen Beitrag leisten wird. 

Mit der Einrichtung der Stelle einer Klimaschutzbeauftragten und der Einberufung einer „Koordinierungsgruppe Klimaschutz" hat sich der Verband auf den Weg gemacht, Klimaschutz und Nachhaltigkeit im eigenen Haus systematisch voranzutreiben und seine Mitglieder durch Vernetzung und Beratung bei eigenen Klimaschutzaktivitäten zu unterstützen. Die Gruppe wird ein Konzept zum Klimaschutz im Diözesan-Caritasverband erarbeiten. Mit den Mitgliedern werden Ideen zur Unterstützung und Vernetzung in diesem Themenfeld entwickelt. 

Die Koordinierungsgruppe

Im Bild von links nach rechtsCaritasprofil/Unternehmenskultur: Bruno Schrage / Verbandskoordination: Friederike Lepper / Qualitätsmanagement: Claudia Elschenbroich / Verwaltung: Nadine Stricker / Klimaschutzbeauftragte: Dr. Vera Bünnagel / youngcaritas: Elena Klein / Stationäre Einrichtungen: Oliver Gondolatsch/  Mitarbeitendenvertretung: Dominik Duballa 

Beratende Mitglieder (nicht im Bild):
Fort- und Weiterbildung: Heike Lammertz-Böhm / Fördermittelberatung: Abt. Stiftungen/Fundraising / Soziale Integration: Michaela Hofmann / Öffentlichkeitsarbeit: Pia Klinkhammer

Zur operativen Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im eigenen Verband wird der Diözesan-Caritasverband Konzepte und Ziele formulieren für die Bereiche

  • Einkauf/Beschaffung (Mobilität, Büromaterial, Textilien, Energie)
  • Baubegleitung und energieeffiziente Gebäudesanierung
  • Ressourceneinsparung im Geschäftsbetrieb (Mobilität, Müll, Energie, Wasser, Verpflegung, Büromaterial)
  • Finanzanlagen

Relevante Klimaschutzaspekte werden künftig in allen Fach- und Beratungsbereichen des Diözesan-Caritasverbandes in die Arbeit integriert. Die genannten Bereiche sind auch Gegenstand der Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen und diözesanen Akteuren.

Als Dachverband zeigt der Diözesan-Caritasverband in seiner Lobbyarbeit Hürden auf, die einer Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in der Sozialwirtschaft entgegenstehen und wirkt an Refinanzierungslösungen mit. Dabei kooperiert der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln mit den weiteren Diözesan-Caritasverbänden in Nordrhein-Westfalen und der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW und handelt auf Bundesebene vernetzt im Deutschen Caritasverband und im CSR-Kompetenzzentrum des Deutschen Caritasverbandes.

Der Vorstand des Diözesan-Caritasverbandes wird eine Selbstverpflichtung zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks des Verbandes beschließen, die in Kürze hier veröffentlicht wird.

Der Diözesan-Caritasverband wird Pilotstandort im Projekt „Klimaschutz in Caritas und Diakonie”. 50 Standorte der Caritas und 50 Standorte der Diakonie werden im Rahmen des Projekts bei der Einführung eines Klimamanagements in ihrem Verband unterstützt. Die finale Bewilligung des Projektträgers, die Nationale Klimaschutzinitiative, soll im zweiten Quartal 2022 erfolgen; der Auftakt des auf drei Jahre angelegten Projekts ist für den Sommer 2022 geplant. 

Kommunalrichtlinie

Mit der „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative“, kurz Kommunalrichtlinie, des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), können ab 2022 (Antragstellung bis 2027) auch Caritasverbände auf Orts und Diözesanebene sowie Fachverbände und ihre Dienste und Einrichtungen Fördergelder vom BMU beantragen, die dabei helfen, Klimaschutzkonzepte zu starten. Sowohl Personalstellen im Klimaschutzmanagement, als auch Beratung und Investitionen sind förderfähig.  Die Projektbeschreibung finden Sie hier, spezifische Informationen für Wohlfahrtsverbände in dieser Broschüre.

Das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) unterstützt bei der Antragstellung, u.a. durch ein Mentoring-Programm für Erstantragstellende. Weitere Informationen gibt es hier-

 

Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen 

Das Förderprogramm "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen" unterstützt soziale Einrichtungen dabei, sich gegen die Folgen des Klimawandels wie Hitze, Starkregen oder Hochwasser zu wappnen. Das Programm hat eine Laufzeit von 2020 bis 2023 und ein Volumen von 150 Millionen Euro. Aktuell können jedoch keine Anträge eingereicht werden und das für Frühjahr 2022 angekündigte nächste Förderfenster wurde bereits mehrfach verschoben. Bei Interesse können Sie sich auf der Internetseite der Projektträgerin, der ZUG gGmbH, registrieren lassen, um rechtzeitig über den Beginn des zweiten Förderfensters und die Förderkonditionen informiert zu werden. Weitere Infos zum Programm gibt es hier.

Eine Förderberatung zu möglichen Alternativen bietet das Zentrum für Klimaanpassung 

 

Sozial &Mobil 

Das Flottenaustauschprogramm "Sozial & Mobil" hilft unter anderem Seniorenheimen, mobilen Pflegediensten oder Kindertagesstätten dabei, ihre Flotte auf Elektromobilität umzustellen. Gefördert wird die Beschaffung rein batterieelektrischer Neufahrzeuge und dem Aufbau von Ladeinfrastruktur. Antragsfrist: 31.12.2022. Weitere Informationen gibt es hier

 

Förderung von Elektromobilität über die THG-Quote

Die Treibhausgasminderungsquote, kurz THG-Quote, ist ein staatliches Förderinstrument, das die Bundesregierung im Jahr 2015 eingeführt hat, um die Treibhausgasemissionen im Verkehr zu senken. Da Halter eines vollelektrischen Elektroautos aktiv dabei helfen, ist jede_r Elektroauto-Halter_in ein potentieller „Inverkehrbringer“ von Ladestrom, was belohnt wird. Diese CO2-Einsparungen können beim Umweltbundesamt (UBA) als Quote beantragt werden, der darauf ausgestellte behördliche Bescheid an quotenpflichtige Unternehmen verkauft werden. Zahlreiche Unternehmen bieten dies als Dienstleistung an. Unter anderem arbeitet die Caritas Dienstleistungs- und Einkaufsgenossenschaft im Erzbistum Paderborn eg – cdg an einem entsprechenden Angebot

Die Förderung beträgt 200 bis 300 Euro pro Jahr und E-Auto. Weitere Informationen gibt es hier 

 

Förderdatenbanken zur Gebäudesanierung

Datenbank der gemeinnützigen Klimaschutz-Beratungsagentur co2online:

FördermittelCheck: interaktive Fördermittel-Beratung | co2online

 

Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz mit Förderprogrammen des Bundes, der Länder und der Europäischen Union:

https://www.foerderdatenbank.de/FDB/DE/Home/home.html

 

#ClimateOfChange - Förderung von Kampagnen und Projekten zu Klimagerechtigkeit – Antragsfrist: 30. Juni 2022

Im Projekt #ClimateOfChange werden finanzielle Mittel für zivilgesellschaftliche Organisationen, Vereine und Jugendgruppen bereitgestellt. Wer sich mit eigenen Aktionen gegen die weltweite Klimakrise engagieren möchte, kann diese Förderung beantragen.

Die vorgeschlagenen Kampagnen oder Projekte sollen zum Ziel haben, junge Menschen zwischen 16 und 35 Jahren zu mehr Bewusstsein für die Themen Klimagerechtigkeit und klimabedingt Migration anzuregen.

Die Förderung für Projekte liegt zwischen 4.000 und 6.000 €.

Alle Unterlagen, die zur Bewerbung benötigt werden, werden ab dem 12. Mai 2022 hier veröffentlicht.

Quelle und weitere Infos: https://climateofchange.info/germany/ausschreibung/ 

 

Der Fokus der Koordinierungsgruppe liegt mit dem Klimaschutz auf der ökologischen Nachhaltigkeit, die als Teilmenge eines umfassenden Nachhaltigkeitsbegriffs zu verstehen ist. Der Diözesan-Caritasverband prüft Optionen einer Zertifizierung nicht nur für den Klimaschutz, sondern mittelfristig auch als umfassenderes Konzept durch den Deutschen Nachhaltigkeitskodex oder die Gemeinwohlbilanzierung.

Der Diözesan-Caritasverband ist Mitglied im CSR-Kompetenzzentrum des Deutschen Caritasverbandes, das einen Praxisleitfaden für die Sozialwirtschaft zur Anwendung des Deutschen Nachhaltigkeitskodex erarbeitet. 

NETZWERK „PHOTOVOLTAIK AUF DEN DÄCHERN DER CARITAS“

4. Mai | 9:00 - 11:00 (digital über Zoom)

2. Treffen des Netzwerkes „Photovoltaik auf den Dächern der Caritas“ - Mittwoch, 04. Mai 2022, 09:00 – 11:00 Uhr Geplante Themen/Input: Was plant die Regierung? Osterpaket des Wirtschafts- und Klimaschutzministeriums Versicherungsfragen bei PV-Anlagen Neue Teilnehmer_innen sind herzlich willkommen!

Zur Anmeldung.

https://www.youngcaritas.de/formulare/anmeldung-klimaneutral-netzwerke  

 

NETZWERKTREFFEN „GEBÄUDE IN DER CARITAS“ des Deutschen Caritasverbandes

Dienstag, 10. Mai 2022, 09:30 – 11:30 Uhr  (digital über Zoom)

2. Treffen des Netzwerkes „Gebäude in der Caritas“ - Dienstag, 26. April 2022, 09:00 – 11:00 Uhr Geplante Inputs/Themen: Förderlandschaft: Was plant die Regierung? Außenisolierung / Dachdämmung Wärmepumpe für Bestandsgebäude Neue Teilnehmer_innen sind herzlich willkommen!

Zur Anmeldung.

https://www.youngcaritas.de/formulare/anmeldung-klimaneutral-netzwerke 

 

23. bis 24. Mai 2022: Fachtagung "Klimaschutz geht durch den Magen" in der Jugendakademie Walberberg  

Ernährungsgewohnheiten verändern in (Schul)kantinen, Bildungshäusern und anderen Verpflegungseinrichtungen

Zum Flyer 

 

Info-Veranstaltung „Textil“

Dienstag, 24. Mai 2022, 09:30 – 11:30 Uhr

Flachwäsche – Woran hakt es? Erfahrungen mit Wäschereien

 

Info-Veranstaltung „Großküchen“

Mittwoch, 01. Juni 2022, 09:00 – 11:00 Uhr

Klimafußabdruck und vegetarisches Catering

 

Info-Veranstaltung „Strom“

Dienstag, 05. Juli 2022, 09:30 – 11:30 Uhr

Öko-Strom – woher beziehen? Selbst Stromanbieter werden? 

 

Anmeldung für alle Infoveranstaltungen: https://www.youngcaritas.de/formulare/anmeldung-klimaneutral-netzwerke 

 

 

Die Broschüre Einstieg in das Klimamanagement für Einrichtungen der Caritas des Deutschen Caritasverbandes skizziert ein niedrigschwelliges Konzept zum Start von Klimaschutzmaßnahmen. 

Kennst du deinen ökologischen Fußabdruck? Warum hat die UN Nachhaltigkeitsziele beschlossen? Wie erkennt man Greenwashing? Das Aktionsheft „Zu spät Planet?“ der youngcaritas bringt Faktenwissen zum Thema Nachhaltigkeit auf den Punkt.

Die Fördermöglichkeiten für die Sozialwirtschaft über die Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sind in der Broschüre Tatkräftig für den Klimaschutz: Wie Sie als Sozial- und Wohlfahrtsverband profitieren zusammengefasst.

Gemeinsam die Umwelt schützen: Das Praxisheft „Gemeinsam grün“ fasst interreligiöse Ideen zur Bewahrung der Schöpfung in Kindertagesstätten zusammen. Das Heft ist ein gemeinsames Projekt der Fachstelle für interreligiösen Dialog und der Abteilung Schöpfungsverantwortung des Erzbistums Köln sowie der Abteilung Tageseinrichtungen für Kinder des Diözesan-Caritasverbandes. 

Das Gemeinschaftsprojekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, des Deutschen Caritasverbands und der Diakonie Deutschland fördert die Umstellung auf nachhaltige Arbeitskleidung und Flachwäsche in den Einrichtungen der Caritas und Diakonie. Weitere Informationen finden Sie hier.

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