Luxusgut Urlaub

12.07.19 10:33
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Pia Klinkhammer

Jede dritte Alleinerziehende kann sich keinen Urlaub leisten. Anlaufstellen der Caritas beraten und unterstützen

Alleinerziehende

Köln. In den Sommerferien mit der Familie eine Woche in den Urlaub fahren? Für viele selbstverständlich, für andere nicht bezahlbar. Laut Eurostat (Europäisches Statistikamt) konnte im letzten Jahr jeder siebte Deutsche (14,5 Prozent) nicht einmal eine Woche im Jahr wegfahren. Besonders betroffen: Alleinerziehende – für 31 Prozent von ihnen war 2018 keine Urlaubsreise drin.

Rund 40 Prozent der Alleinerziehenden – 90 Prozent von ihnen sind Frauen – sind auf Grundsicherungsleistungen (u.a. Hartz IV) angewiesen. „Wer all seine Kraft für Alltag und Erziehung der Kinder und möglichst noch Einkommenserwerb einsetzt, hat oft weder Geld noch Zeit für einen Erholungsurlaub“, sagt der Kölner Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel.

Und wer Arbeitslosengeld II bezieht, hat gesetzlich nur das Recht auf drei Wochen Urlaub im Jahr. Die sogenannte Ortsabwesenheit muss allerdings beim Jobcenter beantragt werden, weil ansonsten die komplette Streichung der Grundsicherung für den Zeitraum des Erholungsurlaubes droht. „Nicht verreisen zu können oder zu dürfen, ist in unserer Gesellschaft Ausdruck von Armut“, so Hensel.

Die Caritas im Erzbistum Köln möchte gerade auch Ein-Eltern-Familien mit geringem Einkommen Erholungsurlaub oder Freizeiterlebnisse ermöglichen. Hilfe und Unterstützung gibt es hier:

Die Caritas- und Fachverbände (u.a. Sozialdienst katholischer Frauen, SkF) im Erzbistum Köln helfen u.a. mit ihrer Allgemeinen Sozialberatung, der Internationalen Familienberatung oder esperanza-Schwangerschaftsberatung.


www.caritasnet.de


Die Katholische Arbeitsgemeinschaft (KAG) Müttergenesung im Erzbistum Köln organisiert Mutter- oder Vater-Kind-Kuren.


www.muettergenesung-koeln.de/