Extreme Hitze trifft die Schwächsten zuerst

09.06.26, 10:45
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Pia Klinkhammer

Caritas wirbt für mehr Krisenvorsorge

Depositphotos_735563930_XL (c) Depositphotos

Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstages am 11. Juni warnt die Caritas vor den wachsenden gesundheitlichen Gefahren extremer Hitze. Besonders betroffen sind wohnungslose Menschen, ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen. Unterstützung zur Vorbeugung bietet der neue digitale Krisenleitfaden des Caritasverbandes für das Erzbistum Köln.


Rekordtemperaturen bereits im Frühjahr. Hitze ist längst kein Ausnahmephänomen mehr, sondern ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko – insbesondere für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Bereits heute zählt Hitze zu den gefährlichsten klimabedingten Gesundheitsbelastungen in Deutschland. Fachleute gehen davon aus, dass sich Häufigkeit und Intensität von Hitzewellen in den kommenden Jahren weiter erhöhen werden.

 

Praktische Unterstützung durch neuen Krisenleitfaden

Um Einrichtungen, Dienste und Kommunen besser auf Extremwetterereignisse und andere Krisensituationen vorzubereiten, verweist der Caritasverband im Erzbistum Köln auf seinen neuen digitalen Krisenleitfaden. Dieser bündelt praxisnahe Checklisten, Handlungsstrategien und konkrete Hilfen – unter anderem auch zum Thema Hitzeschutz für soziale Einrichtungen und Dienste.

„Der Leitfaden unterstützt dabei, frühzeitig und strukturiert auf Hitzesituationen zu reagieren: von Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Menschen über organisatorische Vorbereitung bis hin zu Fragen der Versorgung und Kommunikation in unterschiedlichen Notlagen“, so Michaela Szillat, Koordinatorin nationale Katastrophenhilfe der Caritas. Neben Hitzeschutz finden sich unter www.caritas-krisenleitfaden.de Checklisten, Hilfestellungen und Sofort-Maßnahmen auch für weitere Krisenszenarien. 

Hitzeschutz systematisch ausbauen

Politik und Kommunen fordert die Caritas auf, Hitzeschutz verbindlich in der Daseinsvorsorge zu verankern. Dazu gehören insbesondere kommunale Hitzeaktionspläne, besser zugängliche kühle Orte, gesicherte Trinkwasserversorgung im öffentlichen Raum sowie gezielte Schutzangebote für wohnungslose und ältere Menschen. „Hitzeschutz darf kein Zusatzangebot sein, sondern muss Teil einer strukturierten Vorsorgepolitik werden“, so Szillat.

 

Kontakt zur Caritas-Expertin:
Michaela Szillat

Koordination und Öffentlichkeitsarbeit nationale Katastrophenhilfe
Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.

Telefon +49 221 2010 309

michaela.szillat@caritasnet.de 

 

www.caritas-krisenleitfaden.de 

www.caritasnet.de