„Die Gelder müssen so schnell wie möglich die Menschen in den Flutgebieten erreichen“

10.12.21, 10:00
  • News und Pressemitteilungen Top-News für Startseite mit Bild
Marco Eschenbach
Caritas-Ehrenamtsportal bietet Lebens-, Alltags- und Nachbarschaftshilfe. Neu: digitale EhrenamtsmöglichkeitenCaritasStiftung im Gespräch informiert digital über „Stiften, Spenden, Steuern sparen“ (c) Philipp Spalek/Caritas international

Köln. Nach den Aufräumarbeiten steht in den Flutgebieten der Wiederaufbau an. Der stockt aber – vor allem weil NRW-Fördermittel noch nicht bei den Betroffenen angekommen sind. Viele Anträge liegen noch bei den Behörden: „Die Gelder müssen so schnell wie möglich die Menschen in den Flutgebieten erreichen. Amtshilfe durch die Kommunen würde diesen Prozess deutlich beschleunigen“, fordert Dr. Helmut Loggen, Verwaltungsdirektor des Kölner Diözesan-Caritasverbands. 

Viele von der Flutkatastrophe betroffene Menschen warten seit September auf finanzielle Hilfen durch das Land. Damit die endlich ankommen und weitere Zahlungen – z.B. mit Spendenmitteln – angestoßen werden können, fordert die Caritas eine zügige Antragsbearbeitung.

Denn durch die ausbleibenden Fördermittel können auch Spenden noch nicht ausgezahlt werden, weil diese an die staatlichen Gelder gekoppelt sind. Die Caritas kann erst tätig werden, wenn Wiederaufbauhilfen bewilligt sind und Versicherungsleistungen geprüft wurden. Für die Hilfsorganisationen, die mit Büros und Teams vor Ort Fluthilfe leisten, eine schwierige Situation – denn den wachsenden Unmut der Betroffenen bekommen auch die Helfenden vor Ort zu spüren.

„Das Unverständnis der Menschen, die durch die Flut großen Schaden erlitten haben, ist nachvollziehbar. Das Land steht in der Verantwortung, die Zusage einer unbürokratischen und schnellen Hilfe einzulösen“, sagt Loggen. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit trifft es die Betroffenen besonders hart: „Angesichts der zugesagten Fördermittel ist es schwer auszuhalten, dass den Menschen ein ungeschützter Winter bevorsteht“, so Loggen.

 

Der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. ist der Dachverband der katholischen Wohlfahrtspflege im Erzbistum Köln. Ihm sind 280 Mitglieder als Träger von mehr als 1.850 Diensten und Einrichtungen im Rheinland und angrenzenden Kreisen angeschlossen. Das Spektrum reicht von Krankenhäusern über Altenheime bis zu Kindergärten und Beratungsstellen, wie etwa Schwangerschafts- oder Schuldnerberatung. Der Diözesan-Caritasverband berät seine Einrichtungen und Dienste in fachlichen sowie wirtschaftlichen Fragen und vertritt sie in Kirche, Gesellschaft und Politik.