Köln, 19.02.2026 – Weiterhelfen, begleiten, Halt geben und Mut machen – die 23 nordrhein-westfälischen Bahnhofsmissionen bieten viele Leistungen, für die sie derzeit um Menschlichkeit und Spenden werben. Das Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) unterstützt die Kampagne. Zum heutigen Auftakt ging es deshalb auch ums Dankbarsein – bei einem gemeinsamen Fototermin in Düsseldorf.
Insgesamt 1,25 Millionen Euro hat das MAGS den ökumenischen Bahnhofsmissionen NRW zur Verfügung gestellt, um akute Finanzierungslücken zu schließen und wichtige Projekte anzuschieben. Dazu gehörte auch die Entwicklung eines zeitgemäßen Fundraisingkonzepts. „Die Bahnhofsmissionen in NRW bieten rund eine Million Hilfestellungen im Jahr. Sie geben Orientierung an den Bahnhöfen, helfen in Notlagen und sind genau dort, wo geschwächte, einsame und notleidende Menschen ankommen. Die besondere Förderung durch das MAGS ermöglicht es uns, die Arbeit der 23 Bahnhofsmissionen in NRW aktuell zu stützen und eine Fundraisingkampagne zu starten, damit dieses wichtige Angebot an unseren NRW-Bahnhöfen stabil bleiben kann“, so Dr. Frank Johannes Hensel, Direktor des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln.
Mit Spenden möchten die Bahnhofsmissionen sicherstellen, dass sie langfristig für alle Menschen da sein können, die sofortige, unbürokratische und kostenlose Hilfe benötigen. „Wir sind Minister Laumann und seinem gesamten Haus sehr dankbar für die umfassende und pragmatische Unterstützung“, sagte Andrea Redding, Sprecherin der IN VIA LAG NRW und Vertreterin der katholischen Bahnhofsmissionsarbeit.
Christian Heine-Göttelmann, Vorstand Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL, sagt: „Seit rund 130 Jahren sind Bahnhofsmissionen ein wichtiger Anlaufpunkt für Menschen in Not. Hier erhalten sie niederschwellige Hilfe: Die Mitarbeitenden der Bahnhofsmissionen begleiten, trösten und geben Halt – in den kleinen und großen Momenten des Alltags. Mit Ihrer Spende können wir diese Nähe und Unterstützung auch in Zukunft möglich machen.“
Wie enorm wichtig die Starthilfe ist, berichteten Martin Matzen (Ehrenamt), Alejandra Cordonero (studentische Unterstützungskraft) und Ann Christin Frauenkron (Leiterin der Bahnhofsmission) aus eigener Erfahrung. Alle drei arbeiten in der Bahnhofsmission Köln und bedankten sich beim Ministerium im Namen aller rund 500 haupt- und ehrenamtlich Tätigen der Bahnhofsmissionen in NRW. Matthias Heidmeier, Staatssekretär im MAGS, nahm den Dank gern entgegen und betonte: „Die Arbeit der Bahnhofsmissionen in Nordrhein-Westfalen zu unterstützen, ist ein großes Anliegen des Ministeriums und von Sozialminister Karl-Josef Laumann persönlich.“
Sichtbares Ergebnis der Landes-Starthilfe ist die erste NRW-weite Spendenkampagne. In den relevanten On- und Offline-Medien zeigt sie die vielfältigen, aber häufig unbekannten Angebote und Zielgruppen der Bahnhofsmissionen: Wohnungslose, die sich aufwärmen, Seelsorge bei einer Tasse Kaffee, die Weitervermittlung in die sozialen Hilfesysteme der jeweiligen Kommune oder die Begleitung Reisender mit und ohne Mobilitätseinschränkung.
Durch ihre Nähe zu den Sorgen der Menschen sind die Bahnhofsmissionen der Seismograf für gesellschaftliche Nöte und Veränderungen. Das weiß auch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Mit seiner Unterstützung leistet es praktische Hilfe zur Selbsthilfe, wie Bahnhofsmissionen sie aus ihrer eigenen Arbeit kennen. Jetzt liegt es an den Bürgerinnen und Bürgern, die Menschlichkeit zu ihrer Mission zu machen – mit möglichst vielen Spenden für die Zukunft der Bahnhofsmissionen und mehr Zusammenhalt in Nordrhein-Westfalen.
Kontakt:
Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.
Bianca Pohlmann I Referentin Engagementförderung
bianca.pohlmann@caritasnet.de
Tel. 0221 2110 149
Weiterführende Informationen
Gerne laden wir Sie ein, die Arbeit der Bahnhofsmissionen NRW persönlich kennen zu lernen und zu begleiten – etwa zum Zwecke einer Reportage oder eines Dokumentarberichts. Materialien zu unserer laufenden Spendenkampagne finden Sie unter www.bahnhofsmission-nrw.de
Zu den Bahnhofsmissionen in NRW:
Die Bahnhofsmissionen helfen seit rund 130 Jahren jeder und jedem: sofort, ohne Anmeldung – unabhängig von Geschlecht, Alter, Konfession, Nationalität und sozialem Status. Das niedrigschwellige Angebot reicht von Reiseinformationen über die Zugbegleitung von Kindern und mobilitätseingeschränkten Personen bis zur Hilfe in akuter Not und existenziellen Notlagen. In Nordrhein-Westfalen gibt es 23 Bahnhofsmissionen. Getragen werden sie von den evangelischen und katholischen Wohlfahrtsverbänden Diakonie, Caritas und IN VIA.