Mit den DiCVnews möchten wir Ihnen alle zwei Wochen einen Überblick über Veranstaltungen, Positionen, rechtliche Entwicklungen und Aktivitäten im Erzbistum Köln geben. Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie uns Ihre E-Mail-Adresse zur Verfügung gestellt haben und wir hoffen, dass er Ihnen gefällt. Wir freuen uns über Ihr Feedback. Falls Sie die DiCVnews nicht mehr erhalten möchten, finden Sie am Ende des Newsletters eine Abmelde-Funktion
Haben Sie die Petition der Caritas in NRW schon unterschrieben?
Wer pflegebedürftig ist, Unterstützung eines sozialen Dienstes benötigt oder medizinisch behandelt werden muss, braucht verlässliche Hilfe – und Menschen, die diese Hilfe leisten. Damit diese Unterstützung auch künftig gesichert bleibt, benötigen soziale Dienste, Pflegeeinrichtungen und medizinische Angebote ausreichend qualifizierte Mitarbeitende. Faire Löhne sind eine grundlegende Voraussetzung, um Fachkräfte zu gewinnen, langfristig zu binden und die Qualität der Versorgung sicherzustellen.
Unsere Pflegeeinrichtungen und sozialen Dienste müssen ihre Mitarbeitenden tarif- bzw. AVR-konform bezahlen. Die geplanten Reformen der Bundesregierung im Rahmen des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) stellen die vollständige Refinanzierung tariflicher Vergütungen nun infrage. Dadurch geraten insbesondere freigemeinnützige Träger zunehmend in wirtschaftliche Schieflagen.
Unterstützen Sie unsere Petition „Tariftreue besser machen! Pflege, Medizin und soziale Dienste stärken.“ – für starke Mitarbeitende, stabile Einrichtungen und eine sichere Versorgung für alle.
Zur Petetion
Wählen Sie Ihren Publikumsliebling
Soziales Engagement verdient Aufmerksamkeit – und Ihre Stimme! Mit dem Elisabeth-Preis zeichnet die CaritasStiftung im Erzbistum Köln zum 30. Mal Menschen und Projekte aus, die sich mit Mut, kreativen Ideen und nachhaltigem Einsatz für andere starkmachen.
Machen Sie mit, indem Sie bis zum 12. November aus 45 ganz verschiedenen Initiativen Ihren Favoriten wählen und Ihr Lieblingsprojekt auf dem Weg zum Publikumspreis unterstützen. Der Gewinner erhält 3.000 Euro für sein Engagement.
Zur Online-Abstimmung
BAG Freie Wohlfahrtspflege informiert am 11. November zur EUDI-Wallet
Die EUDI-Wallet ist eine digitale Brieftasche, mit der man in Zukunft diverse Nachweise digital nutzen können soll, vom Führerschein über Bildungszertifikate bis zum Abo fürs Kino. In Deutschland soll die EUDI-Wallet ab dem 2. Januar 2027 als Bundes-App „d-you“ mit ein paar Grundfunktionen zur Verfügung stehen und dann nach und nach erweitert werden. Bürger*innen können damit digitale Nachweise sicher, datensparsam und europaweit anerkannt auf ihrem Smartphone nutzen.
Doch was bedeutet das konkret für die Freie Wohlfahrt? Welche Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich für soziale Organisationen? Und welche Schritte sind erforderlich, wenn Organisationen selbst digitale Nachweise ausstellen oder prüfen möchten?
Für einen praxisnahen Überblick lädt die BAG Freie Wohlfahrtspflege am 11. November von 13 bis 15 Uhr zu einer Zoom-Infoveranstaltung ein. Im Mittelpunkt die Fragen: Welche Rolle nehmen soziale Organisationen im „d-you“-Ökosystem ein? Welche Anwendungsfälle für die Freie Wohlfahrt sind besonders relevant? Wie gelingt ein Einstieg konkret?
Zur Anmeldung
CaritasStiftung im Gespräch informiert über die Vorsorgevollmacht
Wer entscheidet für mich, wenn ich es selbst nicht mehr kann? Eine Vorsorgevollmacht regelt, wer in wichtigen Fragen zu Gesundheit, Finanzen und Alltag an Ihrer Stelle handeln darf. In dieser Online-Veranstaltung im Rahmen der Reihe CaritasStiftung im Gespräch erfahren Sie, wie eine wirksame Vorsorgevollmacht aussieht, welche Form sie braucht und wie Sie Angehörige entlasten können.
Helene Maqua vom Caritasverband für das Erzbistum Köln informiert am 17. November von 17 bis 18.30 Uhr darüber, worauf es bei einer Vorsorgevollmacht ankommt, welche Aspekte bedacht werden sollten und warum es sinnvoll ist, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Zur Anmeldung
10 Jahre Fort- und Weiterbildungsangebote
„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern“, erkannte Nelson Mandela. Möglichkeiten, neue Bildungschancen zu nutzen, bietet das CaritasCampus-Programm in Hülle und Fülle. Mehr als 400 Angebote stehen in Präsenz, als Web- oder Online-Seminar für Sie bereit, ergänzt durch gemischte Formate, Inhouse- oder Teamschulungen. Auch Angebote zu Bildungsurlauben des Kölner Diözesan-Caritasverbandes finden Sie im aktuellen Programm.
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Fach-Webinar zur Bestandsaufnahme, zu Sanierungsschritten und zur Refinanzierung
Die Gebäude sozialer Träger sind zentral für die Klimaneutralität und energetische Sanierung bestimmt die künftige Wirtschaftlichkeit. Viele Einrichtungen stehen dabei vor ähnlichen Fragen: Wo fangen wir an? Wie priorisieren wir Maßnahmen? Welche Investitionen sind wirtschaftlich und welche Fördermöglichkeiten gibt es?
Das Fach-Webinar „Nachhaltiges Immobilienmanagement – Bestandsaufnahme, Sanierungsschritte & Refinanzierung“ des Caritasverbandes für das Erzbistum Köln für die Caritas NRW gibt am 27. November von 9 bis 12.30 Uhr Antworten: Fachleute aus Praxis und Beratung zeigen, wie soziale Träger ihre Immobilienbestände strategisch analysieren, Sanierungs- und Klimaschutzmaßnahmen priorisieren und einen langfristigen Transformationspfad entwickeln können. Freuen Sie sich auf:
- aktuelle Einordnungen zur Bedeutung von Klimaschutz im Gebäudebereich sozialer Träger (DCV-Vorstand Friedrich von Schönfeld),
- konkrete Handlungsempfehlungen zu Sanierung, Energiemanagement, Photovoltaik und Fördermöglichkeiten (Oliver Goecke, Öko-Zentrum NRW),
- Ansätze zur Bestandsanalyse und Priorisierung von Gebäuden und Maßnahmen (EB Immo-Scoring / Johannes Reinsch, EB Sustainable Real Estate),
- Praxisbeispiele aus der Caritas,
- Synergien & Impulse zu Klimaanpassung und Hitzeschutz.
Die Fachveranstaltung richtet sich insbesondere an Vorstände, Geschäftsführungen und Einrichtungsleitungen sowie Mitarbeitende aus den Bereichen Klima-, Energie- & Immobilienmanagement. Ob Sie noch ganz am Anfang stehen, bereits Gebäudedaten erfasst haben oder schon an einer Klimastrategie arbeiten: Der Fachtag bietet Orientierung, konkrete Hilfestellungen und Raum für Erfahrungsaustausch.
Zur Anmeldung
Caritas-Präsidentin warnt vor Hypothek für junge Generationen
Der Deutsche Caritasverband begrüßt, dass der Gesetzentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz zwei wesentliche Härten gegenüber pflegenden Angehörigen abgeräumt hat: „Wir sind erleichtert, dass die Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige ebenso vom Tisch ist, wie die Kürzung des Pflegegeldes in den ersten drei Monaten für die Pflegegrade 2 und 3", betont Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa. Positiv sei auch, dass Familien, deren Angehörige im Pflegeheim sind, nicht noch durch ursprünglich geplante höhere Eigenanteile belastet werden.
Mit großer Sorge betrachtet die Caritas allerdings die Lage der ambulanten Pflegedienste: In dem Gesetzentwurf entfällt die Möglichkeit, dass Pflegedienste Pflegebedürftigen niedrigschwellige Unterstützungsangebote zur Alltagsbewältigung anbieten dürfen. Bislang waren es die Pflegedienste, die flächendeckend für Begleitung zu Arztpraxen, Ämtern oder Senioren-Café gesorgt haben und eine Unterstützung im Haushalt wie Einkaufen oder Wohnungsputz übernommen haben. Mit dem neuen Sozialraumbudget, das bereits ab 1. Januar 2027 in Kraft treten soll, dürfen Pflegedienste diese Leistungen nicht mehr anbieten.
Negative Auswirkungen der gesetzlichen Reformvorschläge befürchtet die Caritas auch für die Tagespflege. Bislang wurde der Fahrdienst zur Tagespflege und zurück vielfach aus dem Entlastungsbetrag bezahlt. Fällt dies weg, können sich viele die Tagespflege nicht mehr leisten.
Welskop-Deffaa: „Es ist Aufgabe der Strukturreform Pflege, Vorschläge für eine nachhaltige generationengerechte Absicherung der Pflegefinanzierung zu machen. Ein erster, wichtiger Schritt zur Sanierung der maroden Finanzlage der sozialen Pflegeversicherung ist aber auch ohne die Strukturreformvorschläge offensichtlich: Der Pflegeversicherung müssen die 6 Mrd. Euro Kosten für die Coronahilfen aus Bundesmitteln zurückerstattet werden. Hierfür braucht es unverzüglich mindestens einen verlässlichen Stufenplan.“
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Analyse der BAG Freie Wohlfahrtspflege zeigt, welche Folgekosten Kürzungen nach sich ziehen
Die geplante drastische Kürzung der behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung würde Folgekosten in Millionenhöhe verursachen, wie eine gemeinsame Analyse im Auftrag von Arbeiterwohlfahrt, Deutschem Caritasverband, Deutschem Roten Kreuz, Diakonie Deutschland, Paritätischem Gesamtverband und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland zeigt. Jeder investierte Euro rechnet sich demnach um das Vierfache etwa durch Minderausgaben im Verwaltungsbereich und positive Arbeitsmarkteffekte. Allein im vergangenen Jahr betrug der Nettomehrwert des Programms 71,8 Millionen Euro.
Dazu Oliver Müller, Vorstand Internationales, Migration und Katastrophenhilfe des Deutschen Caritasverbandes: „Jeder Euro, der in die unabhängige Beratung investiert wird, zahlt sich vierfach aus. Wer diese Beratung einspart, riskiert längere Verfahren, höhere Folgekosten und einen späteren Arbeitsmarkteinstieg von Schutzberechtigten. Die Potenziale des Programms mit Blick auf Rechtsstaatlichkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Finanzen dürfen nicht für scheinbare Einsparungen geopfert werden. Wir appellieren daher an die Bundestagsabgeordneten, die drastische Kürzung des Programms rückgängig zu machen.“
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Malteser, Caritas und Paritäter fordern verlässliche Finanzierung
Der Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Martin Schelleis, begrüßt den „Pakt für den Bevölkerungsschutz“ als wichtigen Schritt, mahnt jedoch, dass es mehr als Ankündigungen brauche. Der Pakt müsse zügig konkretisiert und zu einer umfassenden Stärkung des Zivil- und Katastrophenschutzes weiterentwickelt werden. Dafür brauche es eine bessere Abstimmung zwischen Bund, Ländern und Kommunen, ein gemeinsames Lagebild sowie klare und eingeübte Kooperations- und Führungsstrukturen.
Auch die Expertise der Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände müsse dauerhaft in die Planungen einbezogen werden. Besonders kritisch sieht Schelleis die Finanzierung: Während das THW bis 2029 drei Milliarden Euro vom Bund erhält, fehlen vergleichbare Zusagen für die Hilfsorganisationen. Diese übernehmen staatlich beauftragte Aufgaben, finanzieren Teile ihrer Arbeit aber aus Spendenmitteln.
Schelleis fordert deshalb eine belastbare Bedarfsanalyse und eine verlässliche Finanzierung. Auch das Engagement von Ehrenamtlichen im Bevölkerungsschutz müsse durch angemessene Rahmenbedingungen und echte Wertschätzung gestärkt werden. Wie Schelleis betont: „Der Respekt vor diesem Einsatz muss sich auch in den strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen widerspiegeln.“
Oliver Müller, Vorstand für internationale und nationale Katastrophenhilfe des Deutschen Caritasverbandes, hatte bereits unmittelbar nach Vorstellung des Pakts gefordert, die Freie Wohlfahrtspflege verbindlich in die strategische Weiterentwicklung des Zivilschutzes einzubeziehen. Neben Investitionen in Material und Technik brauche es tragfähige soziale und logistische Strukturen, personelle Ressourcen sowie Notfallkonzepte für soziale Einrichtungen.
Katja Kipping, Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes betont: „Soziale Orte, gemeinnützige Einrichtungen und die Fachkräfte der Sozialen Arbeit sind deshalb der Resilienz-Booster im Alltag: Sie trainieren, was im Ernstfall tragen muss. Eine solche Resilienz (...) braucht professionell organisierte Mitmenschlichkeit, jeden Tag, rund um die Uhr. Und auch diese Resilienz muss sicher und stabil finanziert werden.“
Schulungsangebot des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen für Eltern sowie Erzieher*innen
Viele Kinder und Jugendliche bewegen sich fast täglich im Internet. Es ist ein Ort, an dem sie sich mit anderen vernetzen, Spaß beim Spielen haben und auch etwas lernen können. Doch die Nutzung des Internets birgt auch Gefahren, wie Abhängigkeiten, soziale Isolation oder Verlust von Orientierung.
Das kostenfreie Angebot lädt Eltern sowie Erzieher*innen zu drei aufeinander aufbauenden Schulungen ein, die Schritt für Schritt mehr Sicherheit im Umgang mit digitalen Medien vermitteln. Themen sind unter anderem Chancen und Risiken digitaler Medien, die altersgerechte Nutzung, sinnvolle Regeln für den Medienkonsum, Altersbeschränkungen bei Videospielen, Algorithmen und KI, Router-Einstellungen und Internetprofile.
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Digitales Informationsangebot setzt auf Elternperspektive, Barrierefreiheit und KI-Chatbot
Wie können Eltern ihre Kinder bei der beruflichen Orientierung unterstützen? Antworten auf diese und weitere Fragen bietet das neue Elternportal NRW des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Portal wurde unter Einbindung der Landeselternschaften der Gymnasien und der Realschulen in Nordrhein-Westfalen entwickelt und bündelt Informationen zu Praktika, Ausbildung, Studium und dualem Studium.
Es gibt einen Überblick zu Bildungswegen an Berufskollegs, Möglichkeiten zum Nachholen von Schulabschlüssen sowie Stipendien und Freiwilligendienste. Auch Eltern von Kindern mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen finden Hinweise für passende Beratungs- und Förderangebote. Das Elternportal ist barrierefrei gestaltet und verfügt über Übersetzungsfunktionen in zwölf Sprachen. Damit sollen möglichst viele Familien unabhängig von ihren sprachlichen Voraussetzungen Zugang zu den Informationen erhalten.
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