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Aufruf zu den Aktionstagen Arbeitsmarktpolitik vom 28. bis 30. September
Menschen, die Leistungen der Grundsicherung beziehen, haben Anspruch auf Unterstützung auf ihrem Weg in Arbeit. Beratung, Qualifizierung, Coaching und öffentlich geförderte Beschäftigung helfen ihnen, berufliche Perspektiven zu entwickeln und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Diese Angebote werden aus dem sogenannten Eingliederungstitel des Bundes finanziert. Doch seit Jahren reichen die Mittel für die Verwaltung der Jobcenter nicht aus. Deshalb werden immer häufiger zulasten der Menschen, die Unterstützung benötigen, Gelder aus der Arbeitsförderung in die Verwaltung umgeschichtet.
Mit den Aktionstagen setzt die Freie Wohlfahrtspflege NRW gemeinsam ein Zeichen für eine verlässliche Finanzierung aktiver Arbeitsmarktpolitik. Die Aktionstage leben vom Engagement der Träger vor Ort. Mögliche Aktionen sind beispielsweise:
- Gespräche mit Bundestags- oder Landtagsabgeordneten sowie Kommunalpolitiker*innen,
- Tage der offenen Tür,
- Führungen durch Projekte und Werkstätten,
- Begegnungen mit Teilnehmenden
- Presseaktionen
- Erfolgsgeschichten aus der Praxis.
Die LAG Freie Wohlfahrtspflege NRW unterstützt teilnehmende Verbände und Einrichtungen mit Materialien, Beratung und landesweiter Öffentlichkeitsarbeit.
Der Bundeshaushalt 2027 sieht zwar ausreichend Mittel für die Arbeitsförderung vor, gleichzeitig bleibt die Finanzierung der Verwaltung der Jobcenter erneut deutlich unter dem tatsächlichen Bedarf. Dadurch sind Umschichtungen in den Verwaltungshaushalt in Höhe von mindestens 1,5 Milliarden Euro voraussehbar. Die Folgen sind:
- weniger Mittel für Beratung und Qualifizierung,
- weniger öffentlich geförderte Beschäftigung,
- weniger Perspektiven für langzeitarbeitslose Menschen,
- eine Gefährdung bewährter Angebote der Freien Wohlfahrtspflege
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CaritasStiftung im Gespräch über Anrechnung und Ausgleich im Erbrecht
Wer Angehörige pflegt, investiert Zeit, Kraft und oft auch eigenes Geld. Im Erbfall stellt sich dann die Frage, ob und wie dieses Engagement berücksichtigt wird. Pflegeleistungen können im Erbrecht unter bestimmten Voraussetzungen eine Rolle spielen. Dabei geht es vor allem um Anrechnung und Ausgleich.
Matthias Weber, Fachanwalt für Erbrecht, Testamentsvollstrecker und zertifizierter Mediator, erläutert am 8. September von 17 bis 18.30 Uhr in der CaritasStiftung im Erzbistum Köln, wann Pflegeleistungen bei der Verteilung eines Nachlasses berücksichtigt werden können und worauf Betroffene frühzeitig achten sollten.
Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich! Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt, es zählt die Reihenfolge der Anmeldung.
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Einladung zum Fachtag der LAG Freie Wohlfahrtspflege NRW
Der Fachtag, der am 8. Oktober in der Karl-Rahner-Akademie in Köln stattfindet, greift aktuelle fachliche Fragen zur Ausgestaltung einer verlässlich erreichbaren und nachhaltig wirksamen Schuldner*innenberatung für Menschen in belasteten Lebenslagen auf.
Im Mittelpunkt stehen Zugänge zu Beratung und finanzieller Bildung für vulnerable Zielgruppen, die entlastende Wirkung von Schuldnerberatung für Alleinerziehende sowie der Umgang mit psychischen und strukturellen Belastungen im Beratungsalltag – auf Seiten der Ratsuchenden ebenso wie auf Seiten der Beratenden.
Nach der Eröffnung durch Staatssekretär Lorenz Bahr und zwei Fachvorträgen (u. a. zum Projekt ZuFin des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung) stehen am Nachmittag vier „Praxischecks“ zur Auswahl – von Motivational Interviewing über den Abbau von Zugangshürden bis zu Achtsamkeit im Beratungsalltag.
Zur Anmeldung und zum Programm
Einladung zum Dialog-Forum kirchliches Arbeitsrecht
Welche Auswirkungen hat die kirchliche Grundordnung auf Caritas, Kirche und Mitarbeitende? Welche Herausforderungen ergeben sich für kirchliches Arbeitsrecht, Dienstgemeinschaft und Mitbestimmung?
Im Online-Forum „Kirchliche-Grundordnung.de” erwarten Sie im Herbst 2026 vier spannende Vorträge mit aktuellen Impulsen und Raum für Diskussion. Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis beleuchten zentrale Fragen rund um die Zukunft des kirchlichen Arbeitsrechts:
- Wie stark bindet die Caritas ihre Mitarbeitenden? – 16. September, 16.30 Uhr
- Kirchenaustritt und trotzdem im kirchlichen Dienst? – 5. November, 16.30 Uhr
- Kann man die Wirkung der neuen Grundordnung überhaupt messen? – 18. November, 16.30 Uhr
- Wie viel Mitbestimmung verträgt die kirchliche Dienstgemeinschaft? – 24. November, 16.30 Uhr
Zum Online-Forum
10 Jahre Fort- und Weiterbildungsangebote
„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern“, erkannte Nelson Mandela. Möglichkeiten, neue Bildungschancen zu nutzen, bietet das CaritasCampus-Programm in Hülle und Fülle. Mehr als 400 Angebote stehen in Präsenz, als Web- oder Online-Seminar für Sie bereit, ergänzt durch gemischte Formate, Inhouse- oder Teamschulungen. Auch Angebote zu Bildungsurlauben des Kölner Diözesan-Caritasverbandes finden Sie im aktuellen Programm.
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Infos und Vernetzung für Köche und alle, die Gemeinschaftsverpflegung gestalten
Täglich essen 17 Millionen Menschen in Deutschland in der Gemeinschaftsverpflegung – viele davon in Kantinen und Einrichtungen der Caritas. Zukunftsfähige Verpflegung ist ein entscheidender Hebel, Gesundheit zu fördern, Klimaziele zu erreichen und den Hunger in der Welt zu lindern.
Praxisnahe Tipps, die Ernährungswende genussvoll, wirtschaftlich und alltagstauglich zu gestalten, gibt es drei- bis viermal jährlich im neuen Caritas-Küchennetzwerk NRW. Herzlich eingeladen sind alle (Bei-)Köchinnen und Köche und alle, die Verantwortung in den Küchen und für die Rahmenbedingungen von Küchen der Gemeinschaftsverpflegung in der Caritas tragen.
Orientierung für erste Schritte zu mehr bunter Vielfalt auf den Tellern gibt eine Broschüre für die Praxis: Mit Tipps für Küche & Catering, für Hauswirtschaft & Beschaffung, untermauert mit fundierten Grundlagen als Argumentationshilfe. Die Orientierungshilfe konkretisiert und begründet den Beschluss der Caritas NRW für mehr Nachhaltigkeit in der Verpflegung und soll die Umsetzung in der Praxis erleichtern. Die zweite überarbeitete Auflage greift Anregungen aus unseren Fortbildungen auf und ist dadurch noch praxisnäher als die erste. Der Download ist kostenfrei.
Zur Broschüre und weiteren Informationen
Einladung zum 4. Klima-Forum für Wohlfahrt und Kirche am 6. Oktober in Köln
Willkommen zum fachlichen Austauschforum für klimagerechtes, sozial innovatives und nachhaltiges Handeln in Kirche, Wohlfahrt und Gesellschaft. Perspektiven für zukunftsfähige Beschaffung in Kirche und Wohlfahrt: Das Klima-Forum zeigt, wie wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln zusammengehen kann. Es zeigt Entwicklungen auf, eröffnet Handlungsalternativen und innovative, praxisnahe Umsetzungsimpulse für verantwortliches Handeln in Kirche, Wohlfahrt und Gesellschaft.
Eingeladen sind am 6. Oktober ins Kölner Maternushaus alle, die sich haupt- oder ehrenamtlich mit Klimaschutz & Nachhaltigkeit befassen oder die Beschaffung verantworten, ob im Management oder auf Referentenebene, insbesondere bei Trägern aus Caritas, Diakonie und weiteren Wohlfahrtsverbänden, aus Kirchengemeinden, Landeskirchen und Diözesen, sowie Vertreter*innen aus Politik und Sozialwirtschaft.
Zur Anmeldung und weiteren Informationen
Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände zur Umsetzung des Schuldnerberatungsdienstegesetzes
Mit dem Schuldnerberatungsdienstegesetz (SchuBerDG) setzt Deutschland zentrale Vorgaben der Verbraucherkreditrichtlinie um, dessen Ziel es unter anderem ist, allen Verbraucher*innen bei finanziellen Schwierigkeiten einen frühzeitigen Zugang zu unabhängigen, professionellen Schuldnerberatungsdiensten zu gewähren. Bislang konnte keine Einigung zu dem Gesetz erzielt werden.
Im Mittelpunkt des Positionspapiers stehen insbesondere Fragen der Finanzierung des gesetzlichen Beratungsauftrags sowie der Ausgestaltung einer flächendeckenden und leistungsfähigen Beratungsinfrastruktur.
Die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) und ihre Mitgliedsverbände knüpfen mit ihrem Positionspapier an ihre bisherigen Stellungnahmen an, verweisen auf die Wirkung der Schuldnerberatung in der Begründung des Gesetzesentwurfs und formulieren eine grundlegende Voraussetzung und drei zentrale Forderungen für die Finanzierung der Schuldnerberatung, um die Ziele der Verbraucherkreditrichtlinie umzusetzen. Dabei ist die Voraussetzung, Qualität zu sichern und Professionalisierung zu stärken:
- Schuldnerberatung bedarfsgerecht ausbauen
- Kostenfreiheit gesetzlich verankern
- Schuldnerberatung dauerhaft und verlässlich finanzieren
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Caritas fordert eine klare Hierarchie der Ziele in der gesetzlichen Rentenversicherung
„Die Debatte um die ‚Rente mit 63‘ ist ein wichtiger Stimmungsbarometer. Sie zeigt mit all ihren Missverständnissen, wie entscheidend es ist, dass die Bundesregierung glaubwürdig jene Versicherten in den Blick nimmt, die vor Erreichen der Altersgrenze erschöpft und nicht mehr in der Lage sind, in vollem Umfang existenzsichernd weiterzuarbeiten.“, sagte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa im Online-Dialog „Streit um die Rente" der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen.
Im Gespräch mit dem Europaabgeordneten Oliver Schenk (CDU) und Prof. Dr. Stefan Kolev, dem Leiter das Ludwig-Erhard-Forum für Wirtschaft und Gesellschaft, diskutierte die Caritas-Präsidentin wie die Alterssicherung generationengerecht und ausgewogen gestaltet werden kann.
Vorrangiges Ziel der gesetzlichen Rente ist aus Sicht des Deutschen Caritasverbandes, dass Menschen, die nach einem langen Erwerbsleben ausgebrannt und nicht mehr voll erwerbsfähig sind, eine verlässliche Absicherung erhalten. Der Bericht der Alterssicherungskommission sieht dafür eine bessere Ausgestaltung der Erwerbsminderungsrente und der beruflichen Ausfallrente vor. „Diese Reformzusagen müssen vordringlich eingelöst werden“, mahnt Welskop-Deffaa.
Die Konsistenz des Rentenpakets der Alterssicherungskommission hänge entscheidend auch damit zusammen, dass die bestehenden Rentenregelungen für pflegende Angehörige nicht verschlechtert werden. „Wir sind sehr froh, dass es aus der Bundesregierung nun Signale gibt, die avisierte Kürzung des Rentenversicherungszuschusses für pflegende Angehörige zurückzunehmen. Runde 67 Prozent der insgesamt ca. 5,7 Millionen pflegebedürftigen Menschen werden im häuslichen Umfeld überwiegend oder allein durch pflegende Angehörige versorgt. Die Absicherung der pflegenden Angehörigen in der Rentenversicherung gehört für uns zu den wichtigen Zielen des Systems.“
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Kinder aus der Ukraine in Wuppertal
15 Jungen und Mädchen aus der Ukraine besuchten Mitte August eine Woche Wuppertal. Die 9- bis13-Jährigen kommen aus Kamjanske, der neuen Partnerstadt Wuppertals. Die Industriestadt in der Zentralukraine ist stark vom Krieg betroffen.
Die Kinder sind besonders belastet: Einige haben durch den Krieg einen Elternteil verloren. Die Ferienfreizeit unter dem Titel „Sommer der Hoffnung“ wurde von der Kirche und der Heilsarmee in Wuppertal organisiert. Die ukrainische Pastorin Anna Volkova hatte die Idee für die Reise, die von vielen Wuppertaler Unternehmen, Einrichtungen und Organisationen unterstützt wurde.
Die Wuppertaler Stadtwerke ermöglichen die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und übernehmen den Bustransfer vom Ankunftsort in der Umgebung Wuppertals. Das CVJM-Seminarhaus auf der Bundeshöhe stellt Unterkunft und Verpflegung zu besonders günstigen Konditionen zur Verfügung.
Auch verschiedene Freizeiteinrichtungen beteiligen sich: Der Zoo Wuppertal, der Kletterpark Wupperwände und der Uppsala Indoor-Spielplatz ermöglichen kostenlose oder stark vergünstigte Besuche. Die Caritas Wuppertal öffnet für die Kinder zwei Angebote ihres Ferienprogramms. Bei der Kindertafel Wuppertal konnten sich die Kinder Spielsachen und Kleidung aussuchen.
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Neues Buch analysiert Motivation von Mitarbeitenden der Caritas
Wie verstehen Mitarbeitende heute den christlichen Auftrag konfessioneller Einrichtungen? Welche Werte motivieren sie bei ihrer täglichen Arbeit? Und wie wirken sich gesellschaftliche Pluralisierung und schwindende Kirchenbindung auf konfessionelle Träger wie Caritas und Diakonie aus? Diesen Fragen widmet sich der neu erschienene Sammelband zu einer umfänglichen Studie, „Nächstenliebe zwischen Dogma und Diversität. Was Mitarbeitende im konfessionellen Sozial- und Gesundheitswesen motiviert“, herausgegeben von Lotte Pummerer, Bruno Schrage und Michael Schüßler.
Die Arbeitswelt konfessioneller Träger im Sozial- und Gesundheitswesen befindet sich im Wandel. Die Vielfalt der Mitarbeitenden nimmt zu, während die Identifikation mit kirchlichen Vorgaben und Traditionen abnimmt. Gleichzeitig stehen Caritas und Diakonie als Arbeitgeber vor erheblichen Herausforderungen bei der Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden.
Grundlage des Buches ist eine umfangreiche empirische Studie unter fast 1000 Mitarbeitenden der Caritas. Sie untersucht, welche Werte das berufliche Handeln prägen, womit sich Beschäftigte identifizieren, wie Nähe und Distanz zur katholischen Kirche erlebt werden und welche Einstellungen sie zu gesellschaftlich und kirchlich kontrovers diskutierten Themen vertreten.
Zum Buch
Bonner Caritas fordert auch mehr Neutralität bei der Auswahl potentieller Mieter
Ein zentrales Gesellschaftsversprechen lautet: Wer Arbeit nachgeht, der muss sich wohnen leisten können. Wie kann es dann sein, dass anscheinend mehr Menschen trotz Arbeit wohnungslos sind? Der Wohnungsmarkt ist umkämpft, besonders in Städten ist es schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Allein in Bonn haben sich die Wohnungslosenzahlen seit 2011 verzehnfacht – und immer mehr von den Betroffenen arbeiten.
„Wohnungslosigkeit ist kein Randthema, sondern ragt weit in die Mitte der Gesellschaft hinein, auch bei Menschen, die einer geregelten Arbeit nachgehen“, konstatierte Carolina Schrage, Fachbereichsleitung Wohnungslosenhilfe der Caritas Bonn, im ARD-Morgenmagazin, „bezahlbaren Wohnraum zu finden wird immer schwieriger für Menschen mit geringem Einkommen.“
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