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Bund und Länder sind in der Pflicht
Die aktuelle Hitzeperiode hat wieder gezeigt, dass Pflegeheime vor enormen Herausforderungen stehen, denn nicht alle Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen sind ausreichend vor Hitze geschützt.
„Unsere Pflegekräfte leisten alles, was in ihrer Macht steht. Bei Außentemperaturen ab 32 Grad greifen bei uns besondere Hitzeschutzkonzepte: Wir verdunkeln Fenster, lüften zu den richtigen Uhrzeiten, verteilen Ventilatoren. Unsere hauseigene Kapelle bieten wir als kühlen Ort an. Zusätzlich reichen wir erfrischende Lebensmittel und nasse Handtücher“, berichtet Clemens Pollmann vom Cellitinnen-Seniorenhaus St. Maria in der Kölner Innenstadt.
Gleichzeitig führen die länger andauernden Hitzeperioden zu immer lauter werdenden Rufen nach Umbau- oder Verschattungsmaßnahmen in den stationären Einrichtungen, besonders in der Altenhilfe. „Diese Maßnahmen sind in den meisten Fällen nicht vom Investitionskostensatz gedeckt und werden seitens des Gesetzgebers als nicht zwingend erforderlich verstanden und deshalb nicht durch die öffentliche Hand refinanziert“, bilanziert Harald Klippel, Vorstand der Caritasverbandes Rhein-Sieg und Vorsitzender der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft Altenhilfe und Pflege im Erzbistum Köln.
Extreme Temperaturen seien mit den aktuellen Mitteln nicht zu kompensieren. Es bräuchte Veränderungen und energetische Sanierungen. Diese könnten allerdings nicht von den Bewohnerinnen und Bewohnern oder deren Angehörigen gestemmt werden. „Als Reaktion auf die Gluthitze vom Wochenende wäre ein Hitzeschutzfonds der Länder oder des Bundes die richtige und schnelle Antwort. Wir brauchen dringen Nachrüstungen an Gebäude, die unsere Bewohnerinnen und Bewohner besser schützen. Der Gesetzgeber ist in der Pflicht“, fordert Helene Maqua, Bereichsleiterin für Altenhilfe beim Caritasverband für das Erzbistum Köln.
NRW-Landesregierung unterstützt obdachlose Menschen mit 250.000 Euro
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales unterstützt auch in diesem Jahr den Hitzeschutz von obdach- und wohnungslosen Menschen. Dafür stehen erneut 250.000 Euro bereit, die das Land in einem unbürokratischen Verfahren an die Träger und Initiativen der Wohnungslosenhilfe auszahlt.
Damit können beispielsweise Sonnensegel, Sommerschlafsäcke, Trinkflaschen und Sonnenschutzmittel angeschafft und vor Ort an betroffene Menschen verteilt werden. Die sogenannten Sommerhilfen sind deshalb so wichtig, weil heiße Temperaturen nicht zuletzt für obdach- und wohnungslose Menschen besonders belastend sind und ihre Gesundheit ernsthaft gefährden können.
„Obdachlose und wohnungslose Menschen können sich bei intensiver Sonneneinstrahlung und Hitze nicht einfach an einen kühlen Ort zurückziehen oder eine Dusche nehmen. Hohe Temperaturen sind eine erhebliche Belastung für sie und können zu Flüssigkeitsmangel, Kreislaufproblemen, Sonnenbrand und Infektionen führen. Daher ist es mir seit vielen Jahren und gerade auch in der aktuellen Hitzeperiode ein besonderes Anliegen, dass wir die Wohnungslosenhilfe bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen und einen Beitrag zum Hitzeschutz leisten”, erklärte Sozial- und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.
Das Verfahren zur Beantragung der Mittel ist unkompliziert und soll flächendeckend in ganz Nordrhein-Westfalen die Obdachlosen- und Wohnungslosenhilfe bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen. Etwa 200 freie Träger und Initiativen der Wohnungslosenhilfe haben auch bereits ihr Interesse an dem Hilfspaket bekundet, um sich für gesundheitsbezogene Hitzeschutzmaßnahmen im Bereich der lokalen Wohnungslosenhilfe einzusetzen.
Zur Koordination der Hilfen
Praxispartner*innen für den Einsatz generativer KI gesucht
Viele gemeinwohlorientierte Organisationen stehen aktuell vor der Frage: Wie können wir generative KI sinnvoll, sicher und verantwortungsvoll in unserem Arbeitsalltag einsetzen? Die Thematik geht das Projekt „Fair4Gemeinwohl“ der Bertelsmann Stiftung, begleitet durch work forward, nach. Gemeinsam mit ausgewählten Organisationen sollen konkrete Anwendungsfälle (Use Cases) entwickelt und erste Lösungen als Minimum Viable Products (MVP) umgesetzt werden.
Für wen ist das Angebot gedacht? Gemeinwohlorientierte Organisationen (beispielsweise aus der Kinder- und Jugendhilfe), die
- die Potenziale von KI bislang nur punktuell nutzen – sei es für Angebote oder interne Prozesse,
- bereits konkrete Einsatzmöglichkeiten identifiziert haben
- und eine erste Idee für einen Use Case weiterentwickeln möchten.
Gemeinsam wird daran gearbeitet
- den Use Case gezielt zu schärfen,
- eine erste Lösung als MVP umzusetzen,
- den gezielten Einsatz des MVP und dessen Eignung für den Use Case zu prüfen
- sowie zentrale Fragen zu Datenschutz, Ethik und praktischen Grenzen zu klären.
Was sollten Sie mitbringen?
- eine feste Ansprechperson,
- zeitliche Ressourcen für die Mitarbeit im Projekt sowie Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit in Workshops (ca. drei zwei bis dreistündige Workshops in einem Zeitraum von vier Monaten),
- einen konkreten Use Case,
- Zugang zu relevanten Daten (unter Berücksichtigung von Datenschutz und rechtlichen Rahmenbedingungen),
- Bereitschaft, ggf. Ressourcen für Hosting, Lizenzen oder Infrastruktur bereitzustellen.
Zur Anmeldung und weiteren Informationen
Fachtag Migration der Caritas in NRW am 1. Oktober in Köln
Der diesjährige Fachtag Migration der Caritas in NRW nimmt die aktuellen Entwicklungen rund um den Fachkräftemangel und die Debatten zu Integrationsprozessen zum Anlass, einen anderen Blick auf Migration und Arbeitsmarktintegration zu werfen. Denn Migration wird häufig erst dann positiv oder erfolgreich bewertet, wenn sie arbeitsmarktpolitisch „nützlich“ erscheint. Dieser Ansatz blendet jedoch die subjektiven Bedürfnisse der Menschen sowie ihre Rechte aus.
Der Fachtag setzt dem eine menschenrechtsorientierte Perspektive entgegen: Menschen, die nach Deutschland kommen, haben Anspruch darauf, Zugang zu Integrations- und Unterstützungsleistungen zu erhalten – nicht, weil sie gebraucht werden, sondern weil sie als Menschen Anspruch auf Teilhabe haben.
Gleichzeitig bleibt die Integration in Arbeit ein wichtiger Faktor für selbstbestimmte Lebenswege, gesellschaftliche Teilhabe und soziale Sicherheit. In der Praxis stoßen viele Menschen jedoch weiterhin auf erhebliche Barrieren etwa durch strukturelle Hürden, rechtliche Einschränkungen oder Benachteiligungen im Bewerbungsprozess.
Zur Anmeldung
10 Jahre Fort- und Weiterbildungsangebote
„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern“, erkannte Nelson Mandela. Möglichkeiten, neue Bildungschancen zu nutzen, bietet das CaritasCampus-Programm in Hülle und Fülle. Mehr als 400 Angebote stehen in Präsenz, als Web- oder Online-Seminar für Sie bereit, ergänzt durch gemischte Formate, Inhouse- oder Teamschulungen. Auch Angebote zu Bildungsurlauben des Kölner Diözesan-Caritasverbandes finden Sie im aktuellen Programm.
Weitere Informationen und Tickets
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Überarbeitete und erweiterte Auflage der Orientierungshilfe
Täglich essen 17 Millionen Menschen in Deutschland in der Gemeinschaftsverpflegung – viele davon in Kantinen und Einrichtungen der Caritas. Ein Drittel der Treibhausgasemissionen stationärer Einrichtungen entfällt auf die Ernährung.
Zukunftsfähige Verpflegung ist ein entscheidender Hebel für die Caritas, Klimaziele und weitere Ziele für Nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Eine Orientierungshilfe für die Praxis soll Köchinnen und Beiköche sowie Verantwortliche, die die Rahmenbedingungen für die Gemeinschaftsverpflegung gestalten unterstützen, ihre Tischgäste nicht nur köstlich, sondern auch klimagesund zu bewirten.
Die vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage der Orientierungshilfe greift Learnings aus den Anfangsjahren der Ernährungswende in der Caritas in NRW auf und bietet mit hervorgehobenen Praxistipps noch konkretere Hilfe für die Umsetzung in den Küchen und Kantinen sowie bei der Organisation von Veranstaltungen und Catering.
Im August 2024 hatten sich die Direktorinnen und Direktoren der fünf Diözesan-Caritasverbände in NRW verbindlich auf drei Maßnahmen geeinigt:
- Klimagesundes Versorgungsangebot von Caritas NRW und NRW-Diözesan-Caritasverbänden, orientiert an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE),
- Sozial- und klimagerechte Beschaffung von Speisen und Getränken,
- Vermeidung von Lebensmittelverschwendung und Abfällen.
Zur Orientierungshilfe
Einladung zum 4. Klima-Forum für Wohlfahrt und Kirche am 6. Oktober in Köln
Willkommen zum fachlichen Austauschforum für klimagerechtes, sozial innovatives und nachhaltiges Handeln in Kirche, Wohlfahrt und Gesellschaft. Perspektiven für zukunftsfähige Beschaffung in Kirche und Wohlfahrt: Das Klima-Forum zeigt, wie wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln zusammengehen kann. Es zeigt Entwicklungen auf, eröffnet Handlungsalternativen und innovative, praxisnahe Umsetzungsimpulse für verantwortliches Handeln in Kirche, Wohlfahrt und Gesellschaft.
Eingeladen sind am 6. Oktober ins Kölner Maternushaus alle, die sich haupt- oder ehrenamtlich mit Klimaschutz & Nachhaltigkeit befassen oder die Beschaffung verantworten, ob im Management oder auf Referentenebene, insbesondere bei Trägern aus Caritas, Diakonie und weiteren Wohlfahrtsverbänden, aus Kirchengemeinden, Landeskirchen und Diözesen, sowie Vertreter*innen aus Politik und Sozialwirtschaft.
Zur Anmeldung und weiteren Informationen
Caritas und IRAP erheben Daten zur Aussetzung des Familiennachzugs
Die Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten führt nach Einschätzung des Deutschen Caritasverbandes und des International Refugee Assistance Project (IRAP) zu erheblichem Leid bei Eltern und Kindern der betroffenen Familien. Zugleich erweist sich die gesetzlich vorgesehene Härtefallregelung in der Praxis als nicht wirksam. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Erhebung zum Familiennachzug, für die knapp 300 Beratungsfachkräfte befragt und die bisherige Rechtsprechung ausgewertet wurden.
Der Bundestag hatte im Juli 2025 beschlossen, den Familiennachzug für Menschen, die vor Krieg und Menschenrechtsverletzungen geflohen sind, also für subsidiär Schutzberechtigte, für zwei Jahre auszusetzen. Das Gesetz sieht Ausnahmen für besondere Härtefälle vor. Oliver Müller, Caritas-Vorstand für Internationales, Migration und Katastrophenhilfe: „Das Verfahren zur Prüfung von Härtefällen ist intransparent, langwierig und mit extrem hohen Hürden verbunden.“
Die Aussetzung des Familiennachzugs betrifft beispielsweise Familien, deren Angehörige schwer erkrankt sind oder in denen minderjährige Kinder ohne ausreichende Betreuung im Ausland leben. Diese können zwar eine Härtefallanzeige stellen, die Untersuchung zeigt jedoch, dass sie oftmals seit Monaten in einer Vorprüfung feststecken. Nach welchen Kriterien die Fälle prioritär bearbeitet werden und wann Betroffene mit einer Entscheidung rechnen können, bleibe häufig unklar.
Bis Mitte Mai 2026 wurden nach Angaben des Auswärtigen Amtes 4.727 Härtefallanzeigen gestellt. Davon wurden 1.022 vollständig geprüft, die meisten Anträge abgelehnt. Lediglich sieben Visa wurden erteilt, fünf davon aufgrund gerichtlicher Entscheidungen.
Der Deutsche Caritasverband fordert, die Aussetzung des Familiennachzugs wie gesetzlich vorgesehen, zum 23. Juli 2027 auslaufen zu lassen. Bis dahin muss die Härtefallregelung so ausgestaltet werden, dass besonders schutzbedürftige Familien tatsächlich eine realistische Chance auf Zusammenführung erhalten.
Zur Erhebung
Caritas zu 15 Jahren Bundesfreiwilligendienst
„Seit 15 Jahren ist der Bundesfreiwilligendienst ein Dienst für die Gesellschaft, der Mitmensch-Sein zu einer Mitmach-Geschichte werden lässt. Lange bevor wir uns angewöhnt haben, von Krisenresilienz zu sprechen, haben die Freiwilligendienstleistenden gesellschaftliche Abwehrkräfte gegen Gefahren aller Art mobilisiert – vor allem gegen Gleichgültigkeit und Herzenskälte“, unterstrich Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa
Die vielfältig guten Erfahrungen und das Wissen um die spürbaren strukturellen und finanziellen Begrenzungen der Freiwilligendienste müssten beim Bundesgesellschaftsdienstegesetz beachtet werden, das vom Bundesfamilienministerium für diesen Sommer angekündigt ist.
„Entscheidend ist die verlässliche und auskömmliche Finanzierung der Freiwilligendienste, insbesondere der pädagogischen Begleitung mit qualifizierten Bildungs- und Unterstützungsangeboten. Die Einführung des neuen Wehrdienstes und die Debatte um einen neuen Zivildienst als Ersatzdienst für eine (Bedarfs-)Wehrpflicht haben die zivilen Freiwilligendienste auf die Zuschauerbänke verbannt. Das ist ein grober Fehler, denn Krisenresilienz ist mehr als militärische Verteidigungsbereitschaft. Wir brauchen eine lebendige Kultur freiwilligen Engagements, um für Krisensituationen – von der Hitzewelle über die Pandemie bis zum Hochwasser – mit einer Kultur zupackender Mitmenschlichkeit gerüstet zu sein,“ so Welskop-Deffaa.
Unerlässlich seien ein chancengerechtes Freiwilligengeld in Höhe des BAföG-Geldes und ein Rechtsanspruch auf Förderung, wenn eine Vereinbarung zwischen Einsatzstelle, Träger und Freiwilligendienstleistenden besteht. Damit könnten Planungssicherheit und eine echte Gleichwertigkeit gegenüber anderen Diensten geschaffen werden: „Das Deutschlandticket für alle Freiwilligendienstleistenden ist ein Muss.“
Der Deutsche Caritasverband hebt hervor: Mit dem Entschließungsantrag des Deutschen Bundestags zum Wehrdienst-Modernisierungsgesetz wurde im Dezember 2025 das Anforderungsprofil für die notwendige Stärkung der Freiwilligendienste klar formuliert. Nun gilt es, dies mit dem geplanten Bundesgesellschaftsdienstegesetz so auszugestalten, dass die mit dem Wehrdienst-Modernisierungsgesetz geschaffene Gerechtigkeitslücke zwischen militärischem und zivilem Dienst wieder geschlossen wird.
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Kölner Familienbetrieb tom&pat lässt bei der Caritas Wertarbeit verpacken
Plastikfreie Körperpflege, faire Herkunft und ein sozialer Auftrag — der Kölner Familienbetrieb tom&pat zeigt, dass Naturkosmetik und Verantwortung zusammengehören. Seit 2018 bietet das Unternehmen echte Naturschwämme aus dem Mittelmeer, traditionelle Aleppo-Seife aus reinem Oliven- und Lorbeeröl sowie sanfte Baby- und natürliche Menstruationsschwämme an. Verbindendes Merkmal aller Produkte: Sie kommen komplett ohne Plastik aus.
Das Besondere steckt jedoch nicht nur in den Produkten, sondern auch in ihrem Weg zum Kunden. Verpackt werden die Naturschwämme und Seifen bei der Caritas Wertarbeit Köln – von Menschen mit Behinderung, die hier einen festen Arbeitsplatz finden. „Uns war von Anfang an wichtig, dass unsere Produkte nicht nur der Haut und der Umwelt guttun, sondern auch Menschen eine sinnvolle Aufgabe geben“, sagt Inhaber Patrick Lauff.
Über die soziale Verpackung hinaus gibt tom&pat einen Teil des Erlöses an ein Hygiene-Projekt in Malawi weiter. So verbindet der Familienbetrieb nachhaltige Naturpflege mit sozialer Wirkung im In- und Ausland.
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Zeitschrift „caritas in NRW“ zeigt die kreative Vielfalt sozialer Arbeit
Wer bei der Caritas vor allem an Pflege, Beratung oder Kindertagesstätten denkt, wird von der neuen Ausgabe von „caritas in NRW“ überrascht. Unter dem Titel „Ungewöhnlich? Skurril? Sozial!“ stellt das Magazin außergewöhnliche Projekte aus Nordrhein-Westfalen vor, die zeigen, wie kreativ und innovativ soziale Arbeit sein kann.
Ob eine Kaffeerösterei, eine Plauderbank ohne Smartphones, eine queere Demenzgruppe, eine mobile Gesprächsbar auf dem Friedhof oder Menschen mit psychischer Behinderung, die als „Stadtheld*innen“ ihre Nachbarschaft mit Graffiti verschönern – die Reportagen machen deutlich, dass Caritas dort neue Wege geht, wo klassische Angebote allein nicht mehr ausreichen. Die Projekte verbinden Menschen, stärken Teilhabe und reagieren auf gesellschaftliche Herausforderungen mit ungewöhnlichen Ideen.
Caritas war immer dann besonders stark, wenn sie gesellschaftliche Entwicklungen aufgegriffen und kreative Lösungen für soziale Nöte gefunden hat. Das gilt heute mehr denn je. In einer Zeit, in der sich viele Menschen nach Zugehörigkeit, Sinn und Zusammenhalt sehnen, braucht es Mut zu neuen Wegen.
Zur neuen „caritas in NRW“-Ausgabe
Caritas-Präsidentin fordert die Öffnung von mehr Kirchen bei Hitze
Bei Hitze gelten Kirchen als schattige und kühle Rückzugsorte. In Neapel wurden aufgrund der aktuellen Hitzewelle bereits mehr Kirchen tagsüber geöffnet. Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa fordert dies nun auch für Deutschland. Sie wünsche sich mehr offene Kirchen bei großer Hitze. Hier könnten Menschen Abkühlung finden, sagte Welskop-Defaa der „BILD“-Zeitung. Viele Gotteshäuser seien bereits zugänglich – doch das reiche nicht: „Es sollten wieder mehr sein.“
Davon könnten auch die Kirchen profitieren, so die Caritas-Präsidentin: „Die Erfahrung, dass es mir guttut, in der Kühle im Sommer oder bei Kerzenlichtwärme im Winter zur Ruhe zu kommen, ist vielleicht die erste Erfahrung, die den Weg zu Gott öffnet.“
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Untersuchung mit empirischem Lagebild, Bedarfsanalyse und Handlungsempfehlungen
Eine bundesweite Studie im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes dokumentiert ein Bedrohungsproblem in der Wohlfahrtspflege. 43 Prozent der 6.596 Befragten berichten von Übergriffen. Auch Pflegekräfte sind betroffen – besonders Mitarbeitende mit Migrationsgeschichte und in ländlichen Regionen.
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