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Neuer digitaler Krisenleitfaden der Caritas
Krisen können jede Einrichtung und jeden Arbeitsbereich treffen – von technischen Ausfällen über Kommunikationskrisen bis hin zu sicherheitsrelevanten Ereignissen. Um Verantwortliche bestmöglich zu unterstützen, steht ab sofort der neue digitale Krisenleitfaden der Caritas zur Verfügung.
Die Website bündelt praxisnahe Informationen, Checklisten, Handlungsempfehlungen und Arbeitshilfen für die Krisenvorsorge sowie für das Handeln in akuten Krisensituationen. Ziel ist es, Verantwortlichen schnell Orientierung zu geben und sie dabei zu unterstützen, auch unter hohem Zeitdruck fundierte Entscheidungen zu treffen.
Ein besonderes Merkmal ist der integrierte KI-Chatbot. Er beantwortet Fragen zum Leitfaden, hilft bei der Suche nach relevanten Informationen und erleichtert den schnellen Zugriff auf passende Inhalte.
Der Krisenleitfaden wird kontinuierlich weiterentwickelt und lebt von den Erfahrungen und Anforderungen aus den unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Caritas. Sollten Ihnen Themen, Krisenszenarien oder Arbeitshilfen fehlen, freuen wir uns über Ihre Rückmeldung.
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Ab Juli wird für das Weltkulturerbe Eintritt erhoben
Der Kölner Dom wird für Besucher*innen ab Juli zwölf Euro Eintritt kosten. Das teilte das Domkapitel mit. Damit sollen unter anderem die gestiegenen Kosten für die Pflege und den Schutz des Denkmals gedeckt werden.
Für Gottesdienstbesuchende und Betende bleibt der Zutritt aber weiter kostenfrei. Zudem soll der Dom jährlich an bestimmten Tagen gratis für alle sein: vom 6. Januar (Fest der Heiligen Drei Könige) bis zum darauffolgenden Sonntag, am 1. Mai (Tag der Arbeit), am 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) sowie zur Dreikönigswallfahrt. Laut Dompropst Assmann sind etwa 99 Prozent der Besucher Touristen.
Bislang war der große Innenraum des Doms kostenlos zugänglich, Eintritt wurde jedoch bereits für die Schatzkammer und den Aufstieg zur Aussichtsplattform verlangt.
Die Ankündigung einer Eintrittsgebühr hatte in Köln zu heftigen Diskussionen geführt. Gegner*innen befürchten, dass der Dom seine Rolle als für alle zugängliches Herz der Stadt einbüßen könnte. Befürworter*innen verweisen darauf, dass auch Kathedralen in anderen Ländern Eintritt kosten: so beispielsweise der Mailänder Dom, die Sagrada Familia in Barcelona oder Westminster Abbey und die St. Paul's-Kathedrale in London. Dort kosten die Tickets teils über 30 Euro.
Es gibt jedoch auch prominente Gegenbeispiele wie Notre-Dame in Paris. Die Kathedrale kann ebenso wie der Petersdom in Rom kostenlos besucht werden. In Deutschland sind die meisten Kirchen bislang frei zugänglich.
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Einladung zur Abschlussveranstaltung im Projekt Saltho am 17. Juni in Köln
Seit März 2024 setzt sich das Projekt Saltho des DiCV Köln für die Suizidprävention in der Altenhilfe und hospizlich-palliativen Versorgung ein. Zum Abschluss des Projekts findet ein Fachtag zum Thema „Suizidalität im Alter“ am 17. Juni in Köln statt. Sie richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche aus den verschiedenen Bereichen der Altenhilfe- und pflege, der hospizlich-palliativen Begleitung sowie an An- und Zugehörige und alle Interessierten.
Spannende Impulse bietet der Vortrag von Ute Lewitzka, die die erste Professur für Suizidologie und Suizidprävention an der Goethe Universität Frankfurt innehat sowie der Erfahrungsbericht von Nora Fieling, die als Genesungsbegleiterin und Peer Beraterin ihre persönlichen Perspektiven mit ihrer beruflichen Expertise verbindet. Ergänzt wird der Fachtag durch verschiedene, vertiefende Workshops.
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Austausch & praktische Impulse in einer Zoom-Veranstaltung am 18. Juni
Rassismus prägt Gesellschaft und Alltag oft früher, als vielen bewusst ist. In einem Online-Impulsvortrag gibt Josephine Apraku am 18. Juni von 11 bis 13 Uhr eine Einführung dazu, was Rassismus konkret ist und wie er wirkt.
Anschließend geht es um unterschiedliche Möglichkeiten, mit Kindern und Jugendlichen verschiedenen Alters über Rassismus ins Gespräch zu kommen und darum, welche Aspekte wichtig sind, um sie rassismuskritisch, respektvoll und stärkend zu begleiten. Außerdem gibt es Raum für Austausch und Fragen.
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10 Jahre Fort- und Weiterbildungsangebote
„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern“, erkannte Nelson Mandela. Möglichkeiten, neue Bildungschancen zu nutzen, bietet das CaritasCampus-Programm in Hülle und Fülle. Mehr als 400 Angebote stehen in Präsenz, als Web- oder Online-Seminar für Sie bereit, ergänzt durch gemischte Formate, Inhouse- oder Teamschulungen. Auch Angebote zu Bildungsurlauben des Kölner Diözesan-Caritasverbandes finden Sie im aktuellen Programm.
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Einladung zum 4. Klima-Forum für Wohlfahrt und Kirche am 6. Oktober in Köln
Willkommen zum fachlichen Austauschforum für klimagerechtes, sozial innovatives und nachhaltiges Handeln in Kirche, Wohlfahrt und Gesellschaft. Perspektiven für zukunftsfähige Beschaffung in Kirche und Wohlfahrt: Das Klima-Forum zeigt, wie wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln zusammengehen kann. Es zeigt Entwicklungen auf, eröffnet Handlungsalternativen und innovative, praxisnahe Umsetzungsimpulse für verantwortliches Handeln in Kirche, Wohlfahrt und Gesellschaft.
Eingeladen sind am 6. Oktober ins Kölner Maternushaus alle, die sich haupt- oder ehrenamtlich mit Klimaschutz & Nachhaltigkeit befassen oder die Beschaffung verantworten, ob im Management oder auf Referentenebene, insbesondere bei Trägern aus Caritas, Diakonie und weiteren Wohlfahrtsverbänden, aus Kirchengemeinden, Landeskirchen und Diözesen, sowie Vertreter*innen aus Politik und Sozialwirtschaft.
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Caritas-Netzwerk kritisiert Kürzungen bei sozialem Engagement
Wer sich gesellschaftlich engagiert, muss nach Worten der Caritas-Konferenzen des Landes (CKD) mit einer verlässlichen Finanzierung dieses Einsatzes rechnen können. „Wir erleben gerade, wie bewährte Programme gestrichen werden und Engagementstrukturen wegbrechen. Das ist nicht der Moment für Kürzungen, das ist der Moment für Investitionen“, erklärte Bundesgeschäftsführerin Susanne Schattschneider.
Den Angaben zufolge engagieren sich bundesweit mehr als 40.000 Menschen in der CKD in Krankenhäusern, Suppenküchen, Kleiderläden, Besuchsdiensten und Nachbarschaftsprojekten. „Sie tun das freiwillig, verlässlich und oft dort, wo sonst niemand ist“. Um dauerhaft dort zu arbeiten, brauche es „stabile Strukturen, klare rechtliche Rahmenbedingungen und eine Politik, die Ehrenamt nicht verwaltet, sondern ermöglicht und einbezieht“.
Hintergrund ist das Positionspapier „Zivilgesellschaft gestalten – jetzt!“ des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Die Caritas-Konferenzen des Landes gehören nach eigenen Angaben als BBE-Mitglied zu den Erstunterzeichnenden. Das Bundesnetzwerk fordert etwa ein bundesweites Engagementfördergesetz und „mehrjährige Förderzeiträume anstelle kurzfristiger Projektlogiken“.
Die Caritas-Konferenzen verstehen sich als bundesweites Netzwerk von rund 45.000 Ehrenamtlichen in der sozialen und karitativen Arbeit. Als Fachverband im Deutschen Caritasverband vertritt die CKD den Angaben zufolge die Interessen engagierter Menschen.
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Caritas sorgt sich um die polarisierende Reformdebatte
„Deutschland hat einen starken Sozialstaat.“ Das hat der ehemalige Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes und Ökonom, Professor Georg Cremer, im Gespräch mit den Geschäftsführenden von Ortscaritasverbänden betont. Etwa ein Drittel der Wirtschaftsleistung gehe in den Sozialstaat, der über einen langen Zeitraum kontinuierlich ausgebaut worden sei. Die Herausforderung liege angesichts vielschichtiger aktueller Herausforderungen darin, nicht weiter auf Expansion, sondern auf eine kluge Weiterentwicklung zu setzen.
Als zentral nannte der Ökonom dabei die Bekämpfung verdeckter Armut, mehr Fairness für den unteren Rand der Mitte, einen Sozialstaat, der weniger komplex und bürgerfreundlicher ist sowie eine stärkere Orientierung der Sozialpolitik am Leitbild der Befähigung. Zudem müssten Bildungs- und Sozialsystem so verzahnt werden, dass auch Kinder und Jugendliche aus sogenannten bildungsfernen Familien die Voraussetzungen für eine gute berufliche Zukunft erlangten.
Cremer forderte dazu auf, die Position der Wohlfahrtsverbände um die Dimension der Prioritätensetzung zu erweitern. Wenn Sozial- und Wohlfahrtsverbände nicht im Abseits stehen, sondern weiterhin politischen Einfluss nehmen wollten, müssten sie offen für Abwägungen und Alternativen sein. Nur, wenn die Caritas bewusst nach ihren Prioritäten entscheide, könnten diese auch von der Politik berücksichtigt werden.
Besorgt zeigte sich Cremer über die stark polarisierte Reformdebatte in Deutschland. Diese führe zu Erwartungen, der keine Sozialpolitik genügen könne. Der Niedergangsdiskurs verfestige den Eindruck, die Politik würde sich nicht um die Belange der Bevölkerung kümmern.
Das Eintreten für die vielfältigen Sorgen und Ansprüche benachteiligter Menschen bleibe dabei zentrale Aufgabe der Wohlfahrtsverbände. Zugleich brauche die Sicherung eines gerechten und verlässlichen Sozialstaats eine faktenbasierte, differenzierte und systemische Debatte – auch nach innen. Dazu gehöre auch die Frage, warum die Perspektive der Freien Wohlfahrtspflege in zentralen Reform- und Expertenkommissionen häufig nur unzureichend vertreten sei.
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Aktuelles rund um das Landesantidiskriminierungsgesetz NRW
Ob in Behörden, Schulen, Krankenhäusern oder anderen öffentlichen Einrichtungen – Betroffene berichten immer wieder von Benachteiligungen, Herabwürdigungen oder Ausgrenzungen. Das Landesantidiskriminierungsgesetz NRW (LADG NRW) setzt genau hier an: Es soll die Rechte von Menschen stärken, die Diskriminierung durch öffentliche Stellen des Landes erfahren, und verbindliche Rahmenbedingungen für einen respektvollen, diskriminierungsfreien Umgang schaffen.
In den vergangenen Jahren haben Beratungsstellen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Betroffene zunehmend auf Lücken im Diskriminierungsschutz hingewiesen. Während das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz auf Bundesebene vor allem den privaten Bereich regelt, fehlte in NRW bislang ein Gesetz, das den Schutz gegenüber staatlichem Handeln umfassend sicherstellt. Mit dem LADG NRW reagiert das Land auf diese Forderungen und folgt damit beispielsweise Berlin und Rheinland-Pfalz, die bereits ein eigenes Landesantidiskriminierungsgesetz verabschiedet haben.
Zudem dient das Gesetz dem Zweck, europarechtliche Verpflichtungen im Bereich des Gleichbehandlungsrechts sowie die durch das Grundgesetz geforderte Gleichbehandlung aller Menschen umzusetzen. Das Gesetz soll insbesondere
- die ungerechtfertigte Benachteiligung aller Menschen in NRW verbieten,
- die Rechte von Betroffenen stärken,
- transparente Beschwerdewege schaffen,
- die Unterstützung durch Antidiskriminierungsverbände festlegen,
- Diskriminierung im staatlichen Handeln besser erfassbar machen,
- Rechtssicherheit erhöhen – für Bürger*innen ebenso wie für Beschäftigte im öffentlichen Dienst.
Das LADG NRW wurde im November 2025 durch die Landesregierung vorgelegt und befindet sich derzeit im Gesetzgebungsverfahren im Landtag. Der Entwurf wird politisch und fachlich diskutiert und war bereits Gegenstand einer Sachverständigenanhörung im Integrationsausschuss.
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Kunstprojekt der Bonner Caritas-Jugendwerkstatt
Ein Atelierbesuch mit anschließendem Streetart-Walk durch den Kölner Stadtteil Ehrenfeld markierte den Auftakt des Kunstprojekts „SMS“ (Saxa macht Schule). In seinem Atelier empfing der Künstler Saxa (Sascha Lehmann) die Teilnehmenden aus der Jugendwerkstatt – und wurde direkt mit einer großen Frage konfrontiert: „Was ist eigentlich Kunst?“ Seine Antwort: „Jeder kann Kunst erschaffen und jeder kann ein Künstler sein – man muss einfach anfangen und machen.“
Genau das setzten die Jugendlichen sofort um. Noch vor Ort begannen sie mit der Arbeit an ihren eigenen Werken. Im Zentrum des Projekts stehen sogenannte Patches – kleine Bildflächen, auf denen Gedanken, Gefühle oder einzelne Begriffe zu einem selbst gewählten Thema festgehalten werden, in der eigenen Sprache und Handschrift. Vorgegeben ist lediglich die Linienführung: Mal wird mit feinem, mal mit breitem Stift gearbeitet.
Die einzelnen Patches werden später zu einem großen gemeinsamen Kunstwerk zusammengesetzt. So verbindet das Projekt individuelle Gestaltung und Kreativität mit gemeinschaftlichem Arbeiten: Jeder persönliche Beitrag wird Teil eines größeren Ganzen.
Im fertigen Patchwork wird schließlich das Motiv sichtbar, das die Jugendlichen ausgewählt haben: „I have a dream“ des Streetart-Künstlers Banksy. Passend dazu geht es auch in ihren Arbeiten um Träume, Wünsche und Hoffnungen.
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Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte
Eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Instituts für Menschenrechte befasst sich mit der Frage, inwiefern die AfD eine Gefahr für Menschen mit Behinderungen darstellt. Die Analyse zeigt, dass die Abwertung von Menschen mit Behinderungen im Gedankengut der AfD strukturell verankert ist und grundlegenden Prinzipien der Menschenwürde und Gleichberechtigung widerspricht, wie sie im Grundgesetz garantiert werden.
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