Themen dieser Ausgabe sind u.a.: Wohlfahrtsverbände müssen am Bevölkerungsschutz beteiligt werden | Abschlussveranstaltung im Projekt Saltho | Fachtag Photovoltaik

Ausgabe 09 – 2026 | 21. Mai 2026

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  Aktuell  

Wohlfahrtsverbände müssen am Bevölkerungsschutz beteiligt werden

Caritas kritisiert Verengung des „Pakts für den Bevölkerungsschutz“ auf technische Ausrüstung 

Bevölkerungsschutz muss umfassender gedacht und vernetzter organisiert werden, darauf weist der Deutsche Caritasverband hin. „Es greift zu kurz, Krisenresilienz und Bevölkerungsschutz lediglich in technischen Kategorien zu denken, vielmehr braucht es auch belastbare soziale, personelle und logistische Strukturen, wie sie beispielsweise die Caritas bereitstellt, um Menschen in Krisenlagen effektiv versorgen und begleiten zu können“, sagt Oliver Müller, Vorstand für internationale und nationale Katastrophenhilfe des Deutschen Caritasverbandes. „Wer Feldbetten anschafft, muss auch beantworten, wo diese Betten aufgebaut werden, wer die Menschen dort betreut und wie Versorgung, Begleitung und soziale Stabilisierung gewährleistet werden. Bevölkerungsschutz endet nicht bei Fahrzeugen und Materialdepots.“

Die Bundesregierung betont in ihren Eckpunkten „Pakt für den Bevölkerungsschutz“ ausdrücklich die bessere Koordinierung zwischen Bund, Ländern und Kommunen sowie einen „All-Gefahren-Ansatz“ für den Bevölkerungsschutz. Zudem sollen Ausbildung, Wissensvermittlung und die Selbstschutzfähigkeit der Bevölkerung gestärkt werden. Aus Sicht der Caritas kann dieses Ziel nur erreicht werden, wenn die Freie Wohlfahrtspflege verbindlich in strategische Planungen, Krisenstäbe, Förderprogramme und Schulungen eingebunden wird. Die Caritas fordert deshalb:

  • die verbindliche Beteiligung der Freien Wohlfahrtspflege an Krisenstäben und Planungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene,
  • Investitionen in personelle, digitale und logistische Ressourcen sozialer Einrichtungen,
  • bundesweite Schulungs- und Resilienzprogramme für soziale Dienste,
  • die systematische Berücksichtigung vulnerabler Gruppen in allen Zivilschutz- und Katastrophenschutzkonzepten,
  • eine langfristige Finanzierung sozialer Resilienzstrukturen über das bisher angekündigte Investitionsvolumen hinaus.

Zur Pressemitteilung

Hiero Award 2026

Für exzellente Kommunikation von Gemeinden und Einrichtungen des Erzbistums Köln

Der Hiero Award wird in vier Kategorien vergeben: Haltung & Mission, Dialog & Beteiligung, Innovation & Mut sowie Klein & fein. In allen Kategorien können verschiedene Formen von Gemeinde- oder Einrichtungskommunikation eingereicht werden: z. B. gelungene redaktionelle Beiträge in Pfarrnachrichten, Pfarrbriefen, Newslettern oder auf der Website, besonders gestaltete Social-Media-Beiträge, Videos, Podcasts, Außenwerbung oder Kampagnen.

Bewerben Sie sich jetzt mit Ihrer Veröffentlichung! Sie können sowohl eine Veröffentlichung in mehreren Kategorien als auch in einer Kategorie mehrere Veröffentlichungen einreichen.

Mit der Bewerbung ist die Veröffentlichung für den Hiero Award nominiert. Die Gewinner*innen werden im Rahmen einer Abendveranstaltung bekanntgegeben. Über die Auszeichnungen entscheidet eine Jury, die aus Kommunikationsexpert*innen und aus Preisträger*innen des Vorjahres besteht.

Zur Bewerbung

„Soziale Einrichtungen sind Magnetfelder ehrenamtlichen Engagements“

Caritas begrüßt Ehrentag zur Feier des Grundgesetzes

Anlässlich des bundesweiten Ehrentags am 23. Mai weist der Deutsche Caritasverband darauf hin, dass freiwilliges soziales Engagement starke Strukturen freier Träger und verlässliche finanzielle Förderung braucht und unter politischer Gängelung und bürokratischem Misstrauen leidet. 

Mit mehr als 25.000 Einrichtungen und Diensten, in und mit denen etwa 500.000 ehrenamtlich Engagierte aktiv sind, ist die Caritas bundesweit Solidaritätsstifterin und Magnetfeld ehrenamtlichen Freiwiliigenengagements. Sie versteht sich als Mutmachraum einer sozial aktiven Zivilgesellschaft – nicht zuletzt auch für jährlich 12.000 Freiwilligendienstleistende.

Das Zusammenwirken von beruflich und freiwillig Engagierten gehört zur DNA der Caritasarbeit. „Das freiwillige soziale Engagement ist unverzichtbar für eine lebendige Kultur der Nächstenliebe. Die vielen Freiwilligen prägen mit ihren Ideen und Impulsen die Innovationskraft der Caritas.

Die professionellen Strukturen des Verbandes sind der Möglichkeitsraum, in dem sich das bürgerschaftliche Engagement entfalten und für ganz unterschiedliche soziale Aufgaben wirksam werden kann. Wenn die Strukturen geschwächt werden und die beruflich Verantwortlichen durch Finanznöte und Organisationsfragen überlastet sind, geht die Anziehungskraft für neues Engagement schnell verloren“, so Welskop-Deffaa mit Verweis auf die aktuellen Spardebatten. Das Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt sei Voraussetzung funktionierender sozialer Daseinsvorsorge.

Engagement-Förderung dürfe nicht mit Misstrauen betrachtet werden. Zu komplexe Antragsverfahren, ausufernde Dokumentationspflichten und befristete Projektförderungen binden wertvolle zeitliche Ressourcen und erschweren die kontinuierliche soziale Arbeit vor Ort.

Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Krisen und wachsender Unsicherheiten wird sichtbar, wie wichtig freiwilliges Engagement für Demokratie, Frieden und sozialen Zusammenhalt ist. Wohlfahrtsverbände wie die Caritas schaffen dafür die notwendigen Räume, Kontakte und Strukturen. Sie vermitteln Aufgaben, bieten Ehrenamtlichen fachliche Weiterbildung und sorgen dafür, dass Engagement langfristig wirksam bleibt – als unverzichtbarer Anker für das bundesweite Ehrenamt. 

Weitere Informationen

  Veranstaltungen  

Vielfalt statt Vorurteile

Onlineforum-Alter.de fragt nach dem kultursensiblen Miteinander in der Altenhilfe

Unsere Gesellschaft ist vielfältig – und diese Vielfalt prägt auch die Altenhilfe. Unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Religionen, Sprachen und Lebensentwürfe treffen im Pflegealltag und im Ehrenamt aufeinander. Mit dem Älterwerden der ersten Generation von Gastarbeiter*innen wächst auch der Bedarf an kultursensibler Pflege.

Im Rahmen der Reihe Onlinforum-Alter.de zeigt Sabine Kern von den Caritas-Integrationsagenturen NRW in ihrem Impuls auf, wie ein respektvolles, bedürfnisorientiertes Miteinander gelingt, wo Kultursensibilität endet und die eigenen Vorurteile beginnen – und warum die Reflexion der eigenen Haltung dabei eine zentrale Rolle spielt. Schalten Sie sich am 27. Mai von 16 bis 17.30 Uhr gerne dazu.

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Was bleibt von uns im Netz?

CaritasStiftung im Gespräch über digitalen Spuren, die wir hinterlassen 

E-Mail-Konten, Social-Media-Profile, Fotos, Cloud-Zugänge, Online-Verträge: Wir hinterlassen digitale Spuren, die nach unserem Tod bestehen bleiben. Für Angehörige kann das schnell zur Belastung werden. Der digitale Nachlass bleibt in vielen Testamenten und Vorsorgevollmachten ungeregelt.

Viele Menschen regeln ihr Testament, ihre Vorsorgevollmacht oder wichtige Unterlagen. Digitale Zugänge bleiben dabei häufig außen vor. Im Ernstfall wissen Angehörige dann nicht, welche Konten bestehen, welche Verträge gekündigt werden müssen oder wer überhaupt Zugriff auf persönliche Daten, Bilder und Nachrichten erhält.

Rechtsanwalt Karsten Stickeler zeigt am 27. Mai von 17 bis 18.30 Uhr im Rahmen der Reihe CaritasStiftung im Gespräch auf, wie der digitale Nachlass geregelt werden kann. Der Fachanwalt für Erbrecht erläutert, welche Rechte Erbende haben, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wie digitale Spuren so geordnet werden, dass sie dem eigenen Willen entsprechen.

Zur Anmeldung

Fachtag „Suizidalität im Alter“

Einladung zur Abschlussveranstaltung im Projekt Saltho am 17. Juni in Köln

Seit März 2024 setzt sich das Projekt Saltho des DiCV Köln für die Suizidprävention in der Altenhilfe und hospizlich-palliativen Versorgung ein. Zum Abschluss des Projekts findet ein Fachtag zum Thema „Suizidalität im Alter“ am 17. Juni in Köln statt. Sie richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche aus den verschiedenen Bereichen der Altenhilfe- und pflege, der hospizlich-palliativen Begleitung sowie an An- und Zugehörige und alle Interessierten.

Spannende Impulse bietet der Vortrag von Ute Lewitzka, die die erste Professur für Suizidologie und Suizidprävention an der Goethe Universität Frankfurt innehat sowie der Erfahrungsbericht von Nora Fieling, die als Genesungsbegleiterin und Peer Beraterin ihre persönlichen Perspektiven mit ihrer beruflichen Expertise verbindet.

Ergänzt wird der Fachtag durch verschiedene, vertiefende Workshops. Interessierte können sich bis zum 1. Juni anmelden.

Zur Anmeldung

CaritasCampus

10 Jahre Fort- und Weiterbildungsangebote

„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern“, erkannte Nelson Mandela. Möglichkeiten, neue Bildungschancen zu nutzen, bietet das CaritasCampus-Programm in Hülle und Fülle. Mehr als 400 Angebote stehen in Präsenz, als Web- oder Online-Seminar für Sie bereit, ergänzt durch gemischte Formate, Inhouse- oder Teamschulungen. Auch Angebote zu Bildungsurlauben des Kölner Diözesan-Caritasverbandes finden Sie im aktuellen Programm.

Weitere Informationen und Tickets

Aktuelle CampusNews lesen

  Klima sucht Schutz  

Fachtag Photovoltaik: Von der ersten Idee bis zur Umsetzung

Digitale Veranstaltung am 1. Juli – exklusiv für Mitglieder des DiCV Köln

Zu einem digitalen Fachtag Photovoltaik lädt der Caritasverband für Erzbistum Köln am 1. Juli von 9 bis 12.30 Uhr ein. Mit Praktiker*innen und Expert*innen wird ein praxisnaher Blick auf das Thema Photovoltaik geworfen– von ersten Überlegungen über Planung und Umsetzung bis hin zu Fragen der Nutzung und Beispielen aus der Praxis.

Die Veranstaltung wird im Rahmen des DiCV-Projektes Klimaschutzkoordination angeboten und ist darüber hinaus offen für weitere Mitglieder des DiCV Köln. Dabei stehen folgende Themen im Mittelpunkt:

  • Einführung: Von der Idee zur Entscheidung (Stefan Wiemer, Photovoltaik-Experte des DiCV Köln);
  • Bedarfsorientierte Planung & Systemauslegung (Stefanie Balzarek, avori GmbH)
  • Umsetzung in der Praxis: Von Antrag bis Bauabnahme (Ahmed van Walsem, Matbec GmbH)
  • Nutzung von PV-Strom: Modelle & Rahmenbedingungen (Michael Vogtmann, Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie)
  • Best Practice: Interviews mit Vertretern verschiedener Caritas-Träger.

Zur Anmeldung

Nachhaltigkeit wirksam berichten

Praxisleitfaden der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege 

Eine kostenfreie Arbeitshilfe zur freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattung in der Sozialwirtschaft hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege erarbeitet. Der Leitfaden priorisiert, gibt hilfreiche Hinweise und praktische Beispiele. Er ist als pdf-Download verfügbar, außerdem sind die Hinweise auf der Berichts-Plattform des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) zur Erstellung eines freiwilligen Nachhaltigkeitsberichts nach VSME (Voluntary Sustainability Reporting Standard der EU) integriert.

Der VSME-Bericht bildet eine gute Grundlage für kleine und mittlere Unternehmen und Organisationen, um ESG-Anforderungen von zuliefernden Unternehmen und Stakeholdern wie Banken zu erfüllen. Gleichzeitig ist er als Instrument der strategischen Organisationsentwicklung nutzbar.

Zum Leitfaden

  Politik & Positionen  

Gesetz zur Vermeidung von Diskriminierung in Nordrhein-Westfalen

Stellungnahme der LAG Freie Wohlfahrtspflege 

Die Freie Wohlfahrtspflege in NRW appelliert an die Abgeordneten im nordrhein-westfälischen Landtag im weiteren Gesetzgebungsverfahren entscheidende Verbesserungen vorzunehmen: die Einführung einer Ombudsstelle, ein Verbandsklagerecht sowie einen einheitlichen Geltungsbereich, der kommunales Verwaltungshandeln einschließt.

Ein starkes Landesantidiskriminierungsgesetz stärkt nicht nur Betroffene, sondern das Vertrauen in unsere demokratische Gesellschaft insgesamt. Antidiskriminierungsarbeit ist Demokratiearbeit. Sie stärkt das Vertrauen in die Gesellschaft, indem sie Ungerechtigkeiten sichtbar, und Betroffene handlungsfähig macht.

Zum Positionspapier

  Vor Ort  

Gemeinsam Vielfalt feiern

Einladung zum Caritas-Vielfaltsfest am 30. Mai in Köln-Kalk

Alle Netzwerkpatner*innen, Freund*innen des Caritas-Zentrums Kalk und Interessierte sind herzlich einladen, am 30. Mai von 14 bis 18 Uhr im Clara-Fey-Haus und im Caritas-Zentrum vorbeizukommen. Alle Gäste erwartet ein buntes Bühnenprogramm, die Ausstellung „Kölner Kinder – Gestalten. Vielfältig. Zukunft“, zahlreiche Mitmachaktionen und Infos zu Angeboten der Caritas sowie Kulinarisches aus aller Welt.

  Medientipps  

„KI wird zur Schlüsselressource – aber Männer und Frauen nutzen sie nicht gleich“

IAB-Studie zum Gender AI Gap

Mit der rasanten Verbreitung von Künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt entsteht eine neue Lücke zwischen den Geschlechtern: der Gender AI Gap. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die in Zusammenarbeit mit der Initiative D21 entstanden ist, Deutschlands größtem gemeinnützigen Netzwerk für die digitale Gesellschaft. 

Der Studie zufolge nutzen Frauen KI deutlich seltener und weniger intensiv als Männer – selbst bei vergleichbaren Voraussetzungen. Warum das so ist, welche Rolle Netzwerke und Wahrnehmungen spielen, und an welchen Stellschrauben Politik und Betriebe jetzt ansetzen müssen, erläutern die Autorinnen der Studie im IAB-Forum.

Zum IAB-Forum

EU-geförderten Projekten der Caritas im Erzbistum Köln

Aktualisierter eReader

Im Erzbistum Köln wurden weitere Projekte caritativer Träger bewilligt und erhalten nun europäische Fördermittel. Der Caritasverband Wuppertal-Solingen und der DiCV Köln haben zwei interessante Projekte im ESF Plus-Programm „rückenwind³“ zur Personal- und Organisationsentwicklung gestartet, der Caritasverband Düsseldorf ein neues Projekt für von Armut betroffene Familien im ESF Plus-Programm „Akti(F) für Familien und ihre Kinder“.

Nun wurde der Reader um diese Projekte ergänzt, die das Engagement caritativer Träger im Erzbistum Köln weiter unterstreichen. Caritative Träger im Erzbistum Köln setzen sich auch im Förderzeitraum 2021 bis 2027 mit EU-Fördermitteln für soziale und berufliche Integration ein – von der Unterstützung für arbeitslose Menschen über die Beratung prekär Beschäftigter bis zur Integration geflüchteter Menschen. Mehr als 50 Projekte profitieren bereits von Programmen wie dem Europäischen Sozialfonds Plus, dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds sowie Erasmus+.

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