Themen dieser Ausgabe sind u.a.: Bewerbung für den Elisabeth-Preis 2026 gestartet | CaritasStiftung im Gespräch zum Thema Testamentsvollstreckung | Caritas kritisiert Merz für Renten-Aussage

Ausgabe 08 – 2026 | 23. April 2026

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  Aktuell  

Weil Handeln zählt

Jetzt für den Elisabeth-Preis 2026 bewerben!

Sie packen an, wo andere wegschauen? Sie haben eine Idee, die Hoffnung schenkt oder soziale Probleme neu denkt? Dann bewerben Sie sich jetzt für den Elisabeth-Preis! Die CaritasStiftung zeichnet mutige, nachhaltige und innovative soziale Projekte mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 16.500 Euro aus. 

Der Elisabeth-Preis würdigt Engagement in vier Bereichen. In der Kategorie „Mutmachen“ geht es um Projekte, die Menschen stärken, Hoffnung geben und neue Perspektiven eröffnen. „Nachhaltigkeit“ zeichnet Initiativen aus, die langfristig wirken oder Soziales und Ökologisches überzeugend verbinden. In der Kategorie „Innovation“ stehen Ideen im Mittelpunkt, die soziale Herausforderungen neu angehen. Zusätzlich vergibt die CaritasStiftung den Publikumspreis „Publikumsliebling“. Hier entscheidet ein öffentliches Online-Voting darüber, welche Initiative die meisten Stimmen erhält.

Die Jury nominiert in jeder der drei Hauptkategorien zwei Projekte. Die Erstplatzierten erhalten jeweils 3.000 Euro, die Zweitplatzierten 1.500 Euro. Alle weiteren Bewerbungen nehmen automatisch am Online-Voting für den Publikumspreis teil. Auch er ist mit 3.000 Euro dotiert. Bewerbungsschluss ist der 31. Juli.

Zur Bewerbung

Tobias Hopmann wird neuer Generalvikar im Erzbistum Köln

Leitender Pfarrer in Euskirchen folgt Guido Assmann

Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat den leitenden Pfarrer in Euskirchen Tobias Hopmann zum 1. Juni 2026 zum Generalvikar berufen. Er folgt auf Monsignore Guido Assmann, der sich dadurch wieder ganz den Aufgaben des Dompropstes an der Hohen Domkirche widmen kann. Monsignore Assmann, seit 2020 Dompropst am Kölner Dom, hatte 2022 zusätzlich den Dienst als Generalvikar des Erzbistums übernommen. In seine Amtszeit fiel die Neuordnung der Bistumsverwaltung durch Kardinal Woelki. In deren Folge wurden die Zuständigkeiten im Generalvikariat neu auf den Generalvikar, den Amtsleiter und den Ökonomen aufgeteilt.

Im Erzbischöflichen Generalvikariat übernimmt Hopmann zukünftig die Verantwortung für die pastorale Ausrichtung. Die Leitungsebene in der Bistumsverwaltung war im Jahr 2023 neu aufgestellt worden und setzt seitdem auf drei klar profilierte Ressorts: Pastorale Ausrichtung, Verwaltung und Finanzen. Drei Ressortleiter – Generalvikar, Amtsleitung und Ökonom – tragen dafür jeweils die Verantwortung. Damit wurde die Ankündigung Kardinal Woelkis aus dem Jahr 2022 umgesetzt, ein zeitgemäßes Management für die Bistumsverwaltung zu entwickeln.

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„JUGEND STÄRKEN – Brücken in die Eigenständigkeit“

Bund veröffentlicht vierten Förderaufruf des ESF-Plus-Programms

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat im Jahr 2025 den vierten Förderaufruf im Rahmen des ESF Plus-Programms „JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit (JUST BEst)“ gestartet. Kommunen haben die Möglichkeit, bis zum 29. Januar 2027 eine Interessenbekundung einzureichen. 

Die Projekte müssen bis zum 31. Dezember 2028 abgeschlossen sein, die Förderung beträgt 40 bzw. 60 Prozent der Projektausgaben. Träger der Caritas, etwa aus der freien Jugendhilfe oder der Wohnungslosenhilfe, können sich als Kooperationspartner beteiligen und entsprechend Fördermittel im Rahmen einer Weiterleitung erhalten. Interessierte Verbände sollten daher frühzeitig den Kontakt zu ihren Kommunen aufnehmen.

Mit „JUST Best“ werden junge Menschen im Alter von 14 bis einschließlich 26 Jahren unterstützt, die noch nicht in der Lage sind, ein eigenständiges Leben zu führen, oder die von Wohnungs- bzw. Obdachlosigkeit bedroht oder betroffen sind. Ziel ist es, sie dabei zu begleiten, ihr Leben selbstständig zu gestalten. Besonders begrüßt wird in diesem Zusammenhang die Erprobung innovativer Wohnformen, wie beispielsweise „Housing First“.

Das Modellprogramm verfolgt das Ziel, junge Menschen durch sozialpädagogische Unterstützung individuell und rechtskreisübergreifend bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit sowie einer eigenständigen Lebensführung zu fördern.

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  Veranstaltungen  

Wer setzt meinen letzten Willen um?

CaritasStiftung im Gespräch zum Thema Testamentsvollstreckung

Wer ein Testament verfasst, trifft Entscheidungen für die Zeit nach dem eigenen Tod. Doch wenn ein Nachlass komplex ist, unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen oder besondere Wünsche berücksichtigt werden sollen, stellt sich eine wichtige Frage: Wer sorgt dafür, dass alles im Sinne der verstorbenen Person geregelt wird?

Eine Testamentsvollstreckung hilft dabei, den Nachlass geordnet abzuwickeln und den letzten Willen verlässlich umzusetzen. Matthias Weber, Rechtsanwalt, Testamentsvollstrecker und zertifizierter Mediator, erläutert, wann diese sinnvoll sein kann und worauf es bei der Gestaltung ankommt.

Die kostenfreie Veranstaltung findet am 13. Mai von 17 bis 18.30 Uhr im Caritasverband für das Erzbistum Köln statt. Interessierte können sich bis zum 4. Mai anmelden. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt, es zählt die Reihenfolge der Anmeldung. 

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„What's up?!“

Für innovative Engagierte in der Integration durch Arbeit der Caritas in NRW

Es ist wieder soweit: „What’s up?!“, das Online-Meeting der Caritas in NRW für alle innovativ Engagierten in der Integration durch Arbeit, geht in die zweite Runde. Am 20. Mai gibt es von 9 bis 13 Uhr Zeit und Raum, um eigene Innovationen zu präsentieren und Innovationen von Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen. 

Wie schon im letzten Jahr ist „What’s Up?! offen für Innovationen jeder Art, etwa im Bereich von (pädagogischen) Konzepten, Bildungsangeboten, Kooperationen, Produkten, Dienstleistungen oder Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Wichtig ist nur, dass es einen Bezug zu „Arbeit“ oder „Arbeitslosigkeit“ gibt, wie wir ihn etwa in der Jugendberufshilfe und der öffentlich geförderten Beschäftigung, aus der vielfältigen Projektarbeit, aus Beratung und Coaching und natürlich aus Sozialen Betrieben kennen. 

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CaritasCampus

10 Jahre Fort- und Weiterbildungsangebote

„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern“, erkannte Nelson Mandela. Möglichkeiten, neue Bildungschancen zu nutzen, bietet das CaritasCampus-Programm in Hülle und Fülle. Mehr als 400 Angebote stehen in Präsenz, als Web- oder Online-Seminar für Sie bereit, ergänzt durch gemischte Formate, Inhouse- oder Teamschulungen. Auch Angebote zu Bildungsurlauben des Kölner Diözesan-Caritasverbandes finden Sie im aktuellen Programm.

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  Politik & Positionen  

Grundfeste des Sozialstaats in Gefahr?

Caritas kritisiert Merz für Renten-Aussage

Der Deutsche Caritasverband kritisiert Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für seine Äußerung zur gesetzlichen Rente. Merz säge an den Grundfesten des Sozialstaats und am Kernprofil der Union als christliche Volkspartei, wenn er den Eindruck erwecke, die Regierung wolle Kahlschlagsreformen in der Rente beschließen, sagte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa der Katholischen Nachrichten-Agentur.

„Wer jahrelang einkommensabhängige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, kann im Alter nicht auf eine ,Basisrente' verwiesen werden“. Natürlich seien Reformen in allen Bereichen der Sozialversicherung möglich und auch nötig. In der Rentenversicherung sei das langfristige Versprechen als Vertrauenskapital aber viel stärker zu gewichten. „Hier mit der Axt unterwegs zu sein, ist kein Ausweis von politischer Handlungsfähigkeit, sondern ein Ausweis von mangelndem Verständnis für die Lebenswirklichkeit der Menschen“, so Welskop-Deffaa.

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Zukunft des Sozialstaats

Caritas in NRW kritisiert Kürzungspläne in der  Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe

Es rumort im Sozialstaat: Aktuell werden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zahlreiche Reformvorschläge diskutiert. Im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe ist jetzt ein vertrauliches Papier bekannt geworden, das weitreichende Einschnitte vorsieht. Darin haben Bund, Länder und Gemeinden eine Liste möglicher Leistungskürzungen im Sozialgesetzbuch (SGB) VIII und SGB IX zusammengestellt - teilweise bereits konkret beziffert.

Diese Pläne greifen aus Sicht der Caritas in NRW unverhältnismäßig und tief in die Grundstrukturen des Sozialsystems ein: Menschen mit Behinderungen sollen zukünftig weniger Mitspracherechte haben, individuelle Leistungen sollen reduziert werden und es droht eine einseitige Steuerung nach Kassenlage durch die Kostenträger.

Scharf kritisiert die Caritas in NRW das Vorgehen hinter verschlossenen Türen. Gerade in einer solchen für die Zukunft des Sozialstaats sensiblen Phase sei es entscheidend, alle relevanten Akteure einzubeziehen. Das gelte insbesondere für die Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, sowie die Einrichtungen und Dienste, die diese Leistungen Tag für Tag erbringen

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  Vor Ort  

Für junge Menschen in die Pedale treten

Sponsoren-Radtour der Stiftung La Verna

Radfahren, Gemeinschaft erleben und gleichzeitig Gutes tun: Unter diesem Motto lädt die Stiftung La Verna – für junge Menschen im Kreis Mettmann am 30. Mai zu einer Sponsoren-Radtour ein. Start ist ab 9 Uhr am Grünen See in Ratingen.

Auf einer rund 100 Kilometer langen Strecke geht es einmal quer durch den gesamten Kreis Mettmann – durch alle zehn Städte. Willkommen sind alle, die Freude an längeren Fahrradtouren haben, ob mit klassischem Rad oder E-Bike. Unterwegs sorgen vorbereitete Pausen für Erholung und Austausch.

Die Stiftung La Verna unterstützt junge Menschen dabei, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und Zugang zu Bildung sowie Freizeitangeboten zu erhalten. Jede teilnehmende Person kann sich ein konkretes Jugendprojekt im Kreis Mettmann aussuchen, für das sie Spendengelder „erradelt“.

Auch Sponsoren sind herzlich eingeladen: Sie können einzelne Fahrerinnen und Fahrer mit einem festen Betrag pro gefahrenem Kilometer unterstützen.

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