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Aktuelle Umfrage der Caritas: Hohe Zustimmung zu erneuerbaren Energien als Antwort auf den Ölpreisschock
Drei Viertel aller Bürgerinnen und Bürger unterstützen den Ausbau erneuerbarer Energien als Reaktion auf die Energiepreiskrise – das zeigt eine neue, repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der European Climate Foundation und des Deutschen Caritasverbandes.
„Die Menschen in Deutschland verstehen das Preissignal des Irankriegs richtig: Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ist in einer friedlosen Welt ein Wohlstandsrisiko. Gerade auch Menschen mit niedrigem Einkommen erkennen schmerzlich, wie sehr ihr Lebensstandard vom Ölpreis abhängt, denn in jedem Brötchen stecken Energiekosten. Der Umstieg auf erneuerbare Energien braucht dringend politische Priorität,“ kommentiert Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes die neuen Umfragedaten.
„Nur durch den Ausbau erneuerbarer Energien wird Deutschland dauerhaft krisenresilient. Gleichzeitig gilt es, zeitnah einkommensarme Haushalte gezielt zu entlasten, etwa durch eine befristete Preisreduktion des Deutschlandtickets.“
Die Senkung der Stromsteuer (89 Prozent) und die Reduzierung des Preises für das Deutschlandticket auf 9 Euro pro Monat (64 Prozent) finden hohe Zustimmung und könnten Impulse für eine nachhaltige und krisenresiliente Energieversorgung setzen.
„Ein einmaliges, zu versteuerndes Energiekrisengeld in Höhe von 300 Euro wäre gesellschaftlich mehrheitsfähig und ohne hohen Verwaltungsaufwand umsetzbar. Eine Reduzierung des Preises für das Deutschlandticket und seine Weiterentwicklung zu einem Family-Plus Ticket sind breit akzeptierte Alternativen, die gleichzeitig die nötigen Anreize zum Umstieg auf den ÖPNV setzen,“ erläutert Welskop-Deffaa.
Eine Erhöhung der Pendlerpauschale oder ein allgemeiner Tankrabatt sind aus Sicht des Caritasverbandes keine überzeugenden Entlastungsvorschläge. Sie begünstigen Menschen mit hohen Einkommen, denn diese tanken mehr, pendeln im Durchschnitt weiter und sind also durch eine höhere Pendlerpauschale im Vorteil.
Menschen, die etwa in ländlichen Räumen auf das Auto angewiesen sind, würden durch ein Energiekrisengeld spürbar und schnell entlastet. Wie bei der Energiepreispauschale zu Beginn des Ukrainekriegs sollte diese Einmalzahlung nicht auf die Grundsicherungsleistungen angerechnet werden.
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Caritas-Jahreskampagne eröffnet Pilgeraktion
Der Deutsche Caritasverband startet gemeinsam mit der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft eine bundesweite Pilgeraktion unter dem Motto ihrer Jahreskampagne „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen". Bundesweit werden Caritas-Einrichtungen zu Pilgerstationen: von der Kita über das Mehrgenerationenhaus, vom Familienzentrum bis zur Pflegeeinrichtung. Menschen jeden Alters sind eingeladen, sich gemeinsam auf den Weg zu diesen Orten des gesellschaftlichen Miteinanders zu machen.
„Ziel des Pilgerns ist es, unterwegs zu sein – zu sich selbst, zum anderen und zu Gott. Mit unserem Caritas-Pilgern wollen wir den Pilgern ermöglichen, nicht nur Gemeinschaft und Begegnung zu erfahren, sondern Caritas-Einrichtungen als Kraftorte unserer Gesellschaft, als Orte des Miteinander-Füreinanders der Generationen zu entdecken", erklärt Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa.
Mehrere Hunderttausend Menschen sind jedes Jahr in Deutschland als Pilgerinnen und Pilger unterwegs. Besonders bekannt ist der Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Aber auch Wallfahrtsorte wie Altötting, Kevelaer oder Fulda sind prominente Ziele. Hinzu kommen zahlreiche weitere spirituelle Orte wie Klöster, Kathedralen und moderne Pilgerangebote, die als Ziele dienen, auch wenn sie nicht immer als klassische Wallfahrtsorte gelten. Die Caritas setzt hier ein Zeichen und macht ihre Einrichtungen und Dienste zu Pilgerorten.
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Web-Seminar zu den Neuerungen im SGB II
Der Workshop legt den Fokus auf die arbeitsmarktrelevanten Änderungen des SGB II und angrenzenden Rechtskreisen. Ein aktueller Ausblick auf anstehende Änderungen rundet den Input ab. Danach besteht die Möglichkeit zur Diskussion und Austausch über Chancen und Risiken für Träger sowie mögliche Ableitungen für Arbeitsmarktdienstleistungen und deren Umsetzung. Das Online-Seminar findet am 12. Juni von 9 bis 12 Uhr statt.
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10 Jahre Fort- und Weiterbildungsangebote
„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern“, erkannte Nelson Mandela. Möglichkeiten, neue Bildungschancen zu nutzen, bietet das CaritasCampus-Programm in Hülle und Fülle. Mehr als 400 Angebote stehen in Präsenz, als Web- oder Online-Seminar für Sie bereit, ergänzt durch gemischte Formate, Inhouse- oder Teamschulungen. Auch Angebote zu Bildungsurlauben des Kölner Diözesan-Caritasverbandes finden Sie im aktuellen Programm.
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Die DiCV-Photovoltaikanlage feiert ihren ersten Geburtstag
Seit April 2025 hat die PV-Anlage auf dem Dach der Georgstraße 7 in Köln fast 49 Megawattstunden sauberen Solarstrom erzeugt. Das sind rund 23 Tonnen CO₂, die wir in Caritasverband für das Erzbistum Köln der Atmosphäre erspart haben – so viel, wie 10 bis 15 Autos mit jeweils 10.000 Kilometern Fahrleistung in einem Jahr ausstoßen würden. Jede Sonnenstunde auf dem Dach trägt dazu bei, den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.
Auch wirtschaftlich zahlt sich das Engagement aus: Etwa 9.300 Euro Stromkosten sparen wir pro Jahr ein. Nach gut sechseinhalb Jahren wird sich die Investition vollständig amortisiert haben – danach produziert die Anlage jahrzehntelang kostengünstigen, klimafreundlichen Strom für unseren Verband.
Besonders erfreulich ist, dass unser Beispiel Schule macht: Bereits über 40 Photovoltaikanlagen sind bei unseren Mitgliedsverbänden in Planung bzw. in der Realisierung. Gemeinsam zeigen wir, dass Klimaschutz, verantwortlicher Umgang mit Ressourcen, wirtschaftlicher Erfolg und die Arbeit in unseren Einrichtungen zusammengehören.
Im März 2026 hat die PV-Anlage übrigens auch noch eine „kleine Schwester“ bekommen – auf dem Dach des renovierten Anbaus der Georgstraße.
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Stellungnahme des Deutschen Caritasverbandes für die Alterssicherungskommission
Die gesetzliche Altersvorsorge hat zwei zentrale Aufgaben: Sie sichert Menschen gegen Einkommensverluste ab, etwa durch Erwerbsminderung, und sorgt dafür, dass sie auch nach dem Erwerbsleben ihren Lebensstandard halten und am Wohlstand der Gesellschaft teilhaben können.
Die Tatsache, dass in den nächsten Jahren eine zahlenmäßig sehr große Generation das Rentenalter erreicht, führt im Umlagesystem ceteris paribus zu höheren Beitragslasten der aktiven Generation, die nicht mit zusätzlichen eigenen Leistungserwartungen verbunden sind. Verpflichtende Beiträge in andere (kapitalgedeckte) Alterssicherungssysteme jetzt einzuführen, belastet die aktive Generation zusätzlich, ohne die drängende Frage nach der Finanzierung im System der gesetzlichen Rentenversicherung für die nächsten 20 Jahre abzumildern.
Leistungskürzungen in der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) sind Grenzen des Vertrauens und der Klugheit gesetzt: Neben der Eigenvorsorge gegen Altersarmut gewährt die GRV auch Leistungen zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation sowie Prävention und ermöglicht so den Versicherten einen längeren Verbleib im Erwerbsleben. Eine Anhebung des Renteneintrittsalters kann angesichts der objektiven Unterschiede in Bezug auf Gesundheit und Lebenserwartung nur mit sozialer Differenzierung sozial verträglich gestaltet werden.
Die Solidargemeinschaft der Rentenversicherung muss so gestärkt werden, dass alte und neue Sicherungsrisiken durch Änderungen der Erwerbsformen gut abgesichert werden. Besondere Aufmerksamkeit muss hybriden Erwerbsverläufen gelten, in denen sich abhängige und (bislang versicherungsfreie) selbstständige Tätigkeit synchron und asynchron verbinden; für Menschen, die Carearbeit leisten, braucht es Weiterentwicklungen der geltenden Regelungen.
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Die Starken Pänz stellten in der Bonner Bundeskunsthalle aus
Fast einen Monat konnten Besucher*innen eine sehr außergewöhnliche Ausstellung im Salon der Bundeskunsthalle besuchen. Unter dem Titel „Vom Schatten zum Licht“ stellten dort Kinder und Jugendliche aus dem sozialpädagogischen Gruppenangebot Starke Pänz bei der Fachstelle für Suchtprävention von Caritas und Diakonie ihre Kunstwerke aus. Die Bilder sind im Rahmen von Ferienaktionen gemeinsam mit der Kölner Künstlerin Saskia Niehaus entstanden.
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Neue Ausgabe der Zeitschrift caritas in NRW über das Tabuthema sexualisierte Gewalt
Sexueller Missbrauch und jahrzehntelanges Schweigen haben das Leben von Betroffenen zerstört. Experten kritisieren, dass viele Versprechen zur lückenlosen Aufarbeitung bisher nur unzureichend eingelöst wurden. Neben der historischen Analyse stellt die Ausgabe 2/2026 der caritas in NRW moderne Schutzkonzepte und Präventionsmaßnahmen vor.
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