Themen dieser Ausgabe sind u.a.: Aktion Lichtblicke zu Gast bei NRW-Ministerpräsident Hendrick Wüst | NRW-Bildungsscheck 2.0 | Caritas Köln feiert 111-jähriges Bestehen

Ausgabe 03 – 2026 | 12. Februar 2026

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  Aktuell  

Ehrung für beeindruckendes soziales Engagement

Aktion Lichtblicke-Empfang in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen

Im feierlichen Rahmen hat die Aktion Lichtblicke Anfang Februar zwölf Spendergruppen für ihr außergewöhnliches soziales Engagement in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Ministerpräsident Hendrik Wüst, Lichtblicke-Schirmherrin Katharina Wüst sowie Dr. Frank Johannes Hensel aus dem Lichtblicke-Vorstand würdigten den Einsatz der Gäste für in Not geratene Kinder, Jugendliche und ihre Familien in Nordrhein-Westfalen:

  • Chor „Neue Wege“ aus Erftstadt, der mit dem eigens komponierten Lied „Ein Lichtblick“ und einem großen Weihnachtssingen über 10.000 Euro sammelte.
  • Günther Pohl, Radio-Bochum-Sportreporter und langjähriger Unterstützer, der mit Lichtblicke-Galas und Lesetouren insgesamt über 215.000 Euro spendete.
  • Sparkasse KölnBonn, die seit 2005 rund 400.000 Euro und vielfältige Unterstützung bereitstellte.
  • Tobias Deubel, Initiator des „Wiesentraßen Weihnachtsmarkts“ in Haan, der seit 17 Jahren über 30.000 Euro an Spenden gesammelt hat und sich ehrenamtlich im Lichtblicke-Beirat engagiert.
  • Deutsche Postcode-Lotterie, die mit einer Einzelspende von 150.000 Euro beim Lichtblicke-Konzert mit Michael Patrick Kelly ein starkes Zeichen für Solidarität setzte.
  • Michael Sommerstange, der mit einer Fahrradtour von Griechenland nach Italien über 3.000 Euro sammelte.
  • A Capella Gruppe Musaic, die seit 2003 das Münsteraner Lichtblicke-Festival organisiert und schon 32.500 Euro an die Aktion Lichtblicke weitergegeben hat.
  • Radio WMW Lichtblicke-Gala, bei der Radio WMW seit 19 Jahren mit einer jährlichen Gala über 3.000 Euro pro Veranstaltung sammelt.
  • Karl-Lehr-Realschule Duisburg, deren Schülerinnen und Schüler als „Team Karlchen“ mit einem selbst organisierten Adventsbasar 973,70 Euro an Spenden eingenommen haben.
  • Benefizevent „Massimo and Friends“, das bereits zum 8. Mal stattfand und bei dem Spenden für die Aktion Lichtblicke und die Musikschule Burscheid generiert wurden.
  • Spielmannszug Dingden-Lankern, der mit seinem traditionellen Vorweihnachtskonzert insgesamt über 13.000 Euro spendete.
  • Rolf Brumm, der mit seiner Schuhmacherei „MeisterBrumm“ und den Trinkgeldern seiner Kundinnen und Kunden seit neun Jahren 6.650 Euro für Lichtblicke gesammelt hat.

„Für die freundliche Einladung in die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen danken wir Ministerpräsident Hendrik Wüst und seiner Ehefrau Katharina, die sich als unsere Schirmherrin seit Jahren für die Aktion Lichtblicke im großen Maße engagiert, sehr herzlich. Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam den Spenderinnen und Spendern in diesem würdevollen Rahmen für ihren außergewöhnlichen sozialen Einsatz die Anerkennung entgegenbringen konnten, die ihnen gebührt“, so Dr. Frank Johannes Hensel, Vorstandsvorsitzender der Aktion Lichtblicke.

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NRW-Bildungsscheck 2.0

Bis zu 500 Euro für die berufliche Weiterbildung aus dem Europäischen Sozialfonds 

Mit dem Bildungsscheck 2.0 hat das Land Nordrhein-Westfalen seine Weiterbildungsförderung neu aufgelegt. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus NRW-Landesmitteln. Beschäftigte, Selbstständige und Berufsrückkehrende können sich gezielt bei der Finanzierung von beruflich relevanten Weiterbildungen unterstützen lassen.

Der Bildungsscheck 2.0 übernimmt 50 Prozent der Weiterbildungskosten, maximal 500 Euro, und kann einmal pro Kalenderjahr beantragt werden. Voraussetzung ist, dass die Weiterbildung noch nicht begonnen hat und ein beruflicher Bezug besteht. Antragsberechtigt sind Personen mit Wohnsitz in NRW, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen unter 50.000 Euro (bei gemeinsamer Veranlagung unter 100.000 Euro) liegt.

Die Beantragung erfolgt über das ESF-Onlineportal NRW. Nach Abschluss der Weiterbildung werden die erforderlichen Unterlagen hochgeladen, und der Zuschuss wird direkt ausgezahlt. Der Bildungsscheck 2.0 bietet damit eine gute Möglichkeit, berufliche Kompetenzen auszubauen und neue Qualifikationen zu erwerben. 

Zum Antragsportal

  Veranstaltungen  

„Wege der Integration Heute und Morgen“

Tagung zur Zuwanderung aus Südosteuropa am 3. März in Köln

Das Amt für Integration und Vielfalt der Stadt Köln lädt zu einer EhAP Plus-Transfertagung zum Thema „Zuwanderung aus Südosteuropa – Wege der Integration Heute und Morgen“ ein. Die Transfertagung richtet sich an Akteur_innen aus Verwaltung, Politik, Arbeitsverwaltung, sozialer Arbeit und weiteren Bereichen, die sich mit Fragen der EU-Zuwanderung befassen. Die Veranstaltung findet am 3. März im FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt in Köln statt.

Zur Anmeldung

„What’s up?!“

Save the Date für alle innovativ Engagierten in der Integration durch Arbeit am 20. Mai

Es ist wieder soweit: „What’s up?!“, das Online-Meeting für alle innovativ Engagierten in der Integration durch Arbeit, geht in die zweite Runde! Am 20. Mai bietet die Caritas in NRW von 9 bis 13 Uhr digital Zeit und Raum, um eigene Innovationen zu präsentieren und Innovationen von Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen.

„What’s up?!“ ist offen für einen breiten Kreis von Engagierten, etwa aus der Jugendberufshilfe und der vielfältigen Projektarbeit, aus Beratung und Coaching und natürlich aus Sozialen Betrieben. 

„What’s up?!“ ist offen für Innovationen jeder Art, etwa im Bereich von (pädagogischen) Konzepten, Bildungsangeboten, Kooperationen, Produkten, Dienstleistungen oder Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. 

Zur Anmeldung und weiteren Informationen

CaritasCampus

10 Jahre Fort- und Weiterbildungsangebote

„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern“, erkannte Nelson Mandela. Möglichkeiten, neue Bildungschancen zu nutzen, bietet das CaritasCampus-Programm in Hülle und Fülle. Mehr als 400 Angebote stehen in Präsenz, als Web- oder Online-Seminar für Sie bereit, ergänzt durch gemischte Formate, Inhouse- oder Teamschulungen. Auch Angebote zu Bildungsurlauben des Kölner Diözesan-Caritasverbandes finden Sie im aktuellen Programm.

Weitere Informationen und Tickets

Aktuelle CampusNews lesen

  Klima sucht Schutz  

Kanzlerbrief und Konzeptpapier

Energetische Sanierung von Sozialimmobilien

In Reaktion auf das jüngste Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum unzureichenden Klimaschutz betonen die Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege (BAGFW) und die Landes Ligen der Freien Wohlfahrtspflege in einer gemeinsamen Pressemitteilung das erhebliche Potenzial sozialer Einrichtungen für die Erreichung nationaler Klimaziele.

Die energetische Sanierung und der klimaneutrale Neubau von über 100.000 Gebäuden sozialer Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege könnte mindestens vier Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einsparen. Um dieses Potenzial zu erschließen, fordern sie verbindliche Leitlinien zur energetischen Sanierung, die finanzielle Absicherung von Investitionen in Energieeinsparungen, indem diese nicht automatisch zu gekürzten Rückerstattungen und Pflegesätzen führen, und ein eigenständiges Förderprogramm für energetische Sanierungen gemeinnütziger sozialer Einrichtungen. 

Caritas-Präsidentin Eva-Maria Welskop-Deffaa hat Bundeskanzler Friedrich Merz dazu einen gemeinsamen Brief von Caritas und Diakonie übergeben.

Zum Konzeptpapier

  Politik & Positionen  

Gewalt gegen Rettungsdienstleistende, Ärzte und Beschäftigte in der Sozialen Arbeit steigt

Caritas fordert wirksamen Schutz für alle, die sich für das Gemeinwesen einsetzen

Menschen, die sich beruflich oder ehrenamtlich für andere einsetzen, werden zunehmend Opfer von Gewalt. Der Deutsche Caritasverband fordert deshalb einen wirksamen und umfassenden Schutz für alle Helfenden. Die von der Bundesregierung geplante Reform des Strafrechts, das Angriffe auf einzelne Berufsgruppen schärfer sanktionieren will, sieht er dabei kritisch. In einer aktuellen Stellungnahme zum geplanten Gesetz zur Stärkung des Schutzes des Gemeinwesens sieht der Verband Nachbesserungsbedarf.

Aus Sicht der Caritas greift der Gesetzentwurf zu kurz, weil er besonderen strafrechtlichen Schutz für einzelne klar definierte Berufsgruppen verschärft. Die Realität sozialer Arbeit sei jedoch deutlich vielfältiger: Auch Sozialarbeiterinnen, Mitarbeitende in der Wohnungslosenhilfe, Beratende, Pflegekräfte oder Ehrenamtliche, die Geflüchtete begleiten, seien immer wieder Gewalt und Bedrohungen ausgesetzt.

„Was wirksam schützt, sind ausreichende Personalausstattung, verbindliche Schutzkonzepte, Deeskalationstrainings und gute, umfassende Arbeitsschutzmaßnahmen für Mitarbeitende und Ehrenamtliche", unterstrich Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa.

Kritisch bewertet die Caritas auch die mit dem Gesetzentwurf geplanten Verschärfungen im Aufenthalts- und Ausweisungsrecht, insbesondere Einschränkungen beim Familiennachzug, mit denen das Schutzziel aus Sicht des Verbandes nicht erreicht werden kann.

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  Vor Ort  

„Haltung zeigen. Für Menschenwürde. Verständigung schaffen.“

Veranstaltungsreihe von Caritas, Diakonie und den Kirchen in Bonn

Die Kirche ist als gesellschaftliche Akteurin in besonderer Weise gefragt, Räume für Demokratie, Vielfalt und Klimagerechtigkeit zu gestalten. Mit der Veranstaltungsreihe „Haltung zeigen!“ macht ein breites Bündnis aus katholischen und evangelischen Akteur_innen auch 2026 Angebote zur Orientierung und zur Stärkung von Beteiligung, Inklusion und nachhaltigem Handeln im Sinne christlicher Verantwortung.

Dabei handelt es sich um eine Kooperation der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn EMFA, vom Haus Mondial der Caritas, der Frauenbeauftragten des evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel, des katholischen Stadtdekanats Bonn und Aktion Neue Nachbarn, des evangelischen Forums Bonn, des Diakonischen Werkes Bonn und Region, des katholischen Bildungsforums Bonn, der Evangelischen Akademie im Rheinland sowie des evangelischen Kirchenkreises Bonn.

Zu den Veranstaltungen 

  Medientipp  

Caritas Köln feiert 111-jähriges Bestehen

Domradio-Interview mit Caritas-Vorstand Markus Peters

Mit dem Motto „Gemeinsam, nit einsam“ feiert die Caritas der Stadt Köln ihr 111-jähriges Bestehen. Seit der Gründung will der Verband Menschen in den Fokus rücken und helfen, erklärt Markus Peters, Vorstandssprecher der Caritas Köln.

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Mögliche Effizienzgewinne durch Zentralisierung

Stellungnahme des Deutschen Caritasverbandes zu Work-and-Stay-Agentur

Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels sind beschleunigte und verlässliche aufenthaltsrechtliche Verfahren ein zentraler Standortfaktor - zugleich entscheidet ihre konkrete Ausgestaltung über Zugänglichkeit, Verfahrenssicherheit und nachhaltige Bleibeperspektiven.

In seiner Stellungnahme beleuchtet der DCV die verschiedenen Optionen zur Ausgestaltung einer Work-and-Stay-Agentur und bewertet deren Auswirkungen auf Zugewanderte, Arbeitgeber_innen, Ausländerbehörden sowie Beratungsstrukturen. Dabei hebt der Verband hervor, dass Digitalisierung und Zentralisierung nur dann zu tatsächlichen Effizienzgewinnen führen, wenn sie mit klaren Zuständigkeiten, ausreichenden personellen Ressourcen und verbindlichen Standards einhergehen. Besondere Bedeutung misst der DCV der systematischen Einbindung der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) und der Jugendmigrationsdienste (JMD) zu.

Aus Sicht des DCV bietet eine Bündelung der Visumverfahren und der Erteilung von Erstaufenthaltstiteln auf Bundesebene die größten Chancen für mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit, ohne die Nähe zum kommunalen Sozialraum aufzugeben. Entscheidend für den Erfolg der Reform bleibt jedoch, dass aufenthaltsrechtliche Verfahren konsequent mit Integrations-, Sprach- und Beratungsangeboten verzahnt werden, um nachhaltiges Bleiben im Sinne der STAY-Perspektive zu ermöglichen.

Zur Stellungnahme