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Caritas und Diakonie rufen zur Bewerbung für den „innovatio“-Sozialpreis 2026 auf
Hoffnung schenken, aus Visionen Veränderungen gestalten und das Miteinander stärken – der „innovatio“-Sozialpreis 2026 sucht ab sofort wieder Projekte, die Mut machen und neue Wege im sozialen Engagement gehen. Caritas, Diakonie und der Versicherer im Raum der Kirchen rufen gemeinsam dazu auf, sich für den „innovatio“-Sozialpreis zu bewerben und die Vielfalt kirchlich-sozialer Innovationen sichtbar zu machen.
„Jede und Jeder kann einen Unterschied machen, ob im kleinen Dorf oder in der großen Stadt. Der ,innovatio‘-Sozialpreis ist eine Einladung, Geschichten des Gelingens zu teilen und andere zu inspirieren“, betonen Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa und Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch gemeinsam. Der „innovatio“-Sozialpreis steht für Kreativität, Mut und Gemeinschaft. „In einer Zeit, in der viele an Gestaltungschancen des Wandels zweifeln, zeigt „innovatio“, wie aus Glauben Tatkraft wächst“, so die Initiatoren.
Mit insgesamt 15.000 Euro Preisgeld, darunter einem Hauptpreis von 6.000 Euro, würdigt „innovatio“ herausragende Ideen aus Kirche, Caritas und Diakonie. Prämiert werden Projekte, die zeigen, wie gelebter Glaube und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen können, ob im Einsatz für den Klimaschutz, beim Stärken des gesellschaftlichen Zusammenhalts oder beim Bau von Brücken zwischen Alt und Jung.
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Erfolgreiches Finale des Erasmus+-Projektes zum Fundraising in Europa
Das Erasmus+-Projekt „FUNdRAISING – Berufliche Qualifizierung von Fundraiser_innen in sozialen Organisationen in Europa“ konnte nach zwei intensiven Jahren erfolgreich abgeschlossen werden. Unter der Koordination des Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln arbeiteten die europäischen Partner Caritas der Erzdiözese Wien, Caritas Trieste und Caritas Alba Iulia gemeinsam daran, Fundraising-Kompetenzen zu stärken, gute Praxis auszutauschen und neue Ansätze für die Mittelakquise in sozialen Organisationen zu entwickeln.
Zentrales Ziel war es, Fachkräfte im Fundraising länderübergreifend zu qualifizieren und gleichzeitig die europäische Zusammenarbeit im Caritas-Netzwerk zu vertiefen. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts waren vier mehrtägige transnationale Treffen, die jeweils von einer Partnerorganisation ausgerichtet wurden und Raum für fachlichen Austausch, Workshops und Einblicke in die lokale Fundraising-Praxis boten.
Das Auftakttreffen fand in Köln statt, gefolgt von Treffen in Triest und Târgu Mureș in Rumänien sowie dem abschließenden Treffen in Wien. Ergänzend zu diesen Präsenzformaten wurde eine gemeinsame digitale Fortbildung durchgeführt, die Fundraiser_innen aus allen Partnerländern zusammenbrachte.
In vier praxisnahen Online-Modulen wurden unter anderem Grundlagen des Fundraisings, Online- und Digitalstrategien, Großspenderarbeit sowie ethische Fragen behandelt und intensiv diskutiert. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigten deutlich, dass die Inhalte als sehr anwendungsorientiert und gewinnbringend für die eigene Arbeit wahrgenommen wurden.
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Zwischenbilanz im Erasmus+-Projekt „Non-formal education for people with special needs“
Das Erasmus+-Projekt zur non-formalen Bildung mit benachteiligten Menschen hat Halbzeit. Es wird vom Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln koordiniert, beteiligte sind zudem Caritasverbände aus Rumänien, Italien und Österreich sowie ein Verband aus Litauen. Seit dem ersten Projekttreffen Anfang 2025 tauschen sich Fachkräfte der sozialen Arbeit zu Angeboten non-formaler Bildung aus. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Lernprozesse jenseits formaler Bildungssysteme gestaltet werden können, um insbesondere Menschen mit erschwertem Zugang zu Bildung nachhaltig zu erreichen und zu unterstützen.
Ein erster Meilenstein war das mehrtätige Treffen bei der Caritas Oberösterreich in Linz, bei dem sich die Projektpartner persönlich kennenlernten und die gemeinsamen Ziele, Arbeitsmethoden und Zeitpläne abstimmten. Neben der Klärung organisatorischer Fragen stand vor allem der Austausch zu Angeboten der non-formalen Bildung benachteiligter Jugendlicher und Menschen mit Migrationshintergrund im Mittelpunkt. Das zweite Projekttreffen in Triest knüpfte inhaltlich an die Ergebnisse aus Linz an und setzte einen besonderen Fokus auf Angebote für geflüchtete Menschen, die vor allem über die Balkanroute nach Italien kommen.
In der zweiten Projekthälfte wird sich der Blick beim kommenden Treffen bei der Caritas Alba Iulia vor allem auf die Bildungsarbeit mit Roma-Familien richten. Hier ist die Caritas stark in benachteiligten Wohnquartieren engagiert. Das Abschlusstreffen wird dann im Herbst 2026 in Köln stattfinden. Das Projekt zeigt bereits jetzt, wie wertvoll europäische Zusammenarbeit für eine inklusive Bildungs- und Beratungsarbeit ist.
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CaritasStiftung im Gespräch
Ein Unfall, eine schwere Erkrankung oder das Nachlassen der eigenen Kräfte können dazu führen, dass wichtige Entscheidungen nicht mehr selbst getroffen werden können. Spätestens wenn ein Erbfall ansteht, stellt sich dann die Frage: Wer darf jetzt eigentlich noch handeln, Verträge kündigen, Bankgeschäfte erledigen oder sich um Immobilien kümmern?
Rechtsanwältin Birgit Witt-Rafati erläutert in der Reihe CaritasStiftung im Gespräch, wie gut geregelte Vollmachten dafür sorgen, dass vertraute Menschen handlungsfähig bleiben und den eigenen Willen durchsetzen können. Die Online-Veranstaltung findet am 28. Januar von 17 bis 18.30 Uhr statt.
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Einladung der Caritas Europa
Am 13. Februar findet zum 6. Mal das Innovation Festival der Caritas Europa statt. Von 9.30–13.30 Uhr werden auf der digitalen Konferenz innovative Projekte von Caritas-Organisationen in Europa und der ganzen Welt vorgestellt. Die Teilnahme lohnt sich!
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10 Jahre Fort- und Weiterbildungsangebote
„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern“, erkannte Nelson Mandela. Möglichkeiten, neue Bildungschancen zu nutzen, bietet das CaritasCampus-Programm in Hülle und Fülle. Mehr als 400 Angebote stehen in Präsenz, als Web- oder Online-Seminar für Sie bereit, ergänzt durch gemischte Formate, Inhouse- oder Teamschulungen. Auch Angebote zu Bildungsurlauben des Kölner Diözesan-Caritasverbandes finden Sie im aktuellen Programm.
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Web-Seminar zum Thema Leitungswasser statt Flaschenwasser
Leitungswasser zu sprudeln, statt kistenweise Mineralwasser zu kaufen , spart klimaschädliche Emissionen und Kosten. Da Leitungswasser in Deutschland streng kontrolliert wird, ist ein Umstieg in der Regel bedenkenlos möglich und auch schon vielfach praxiserprobt, zum Beispiel in Geschäftsstellen, Kitas und stationären Einrichtungen.
Der Verein „a tip: tap“ hat bereits viele Akteure bei der Umstellung begleitet und berichtet über Chancen und praktische Erfahrungen, ordnet vermeintliche Hindernisse ein und zeigt mögliche Grenzen des Umstiegs auf Tafelwasser auf. Das Web-Seminar gibt Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch über Hygiene, Kommunikation und konkrete Gerätelösungen.
Die Veranstaltung richtet sich an Geschäftsführungen und Einrichtungsleitungen, Küchen- und Hauswirtschaftsleitungen sowie Klimaschutzmanager_innen und Nachhaltigkeitsbeauftragte. Das Web-Seminar ist Teil einer Veranstaltungsreihe, die den Aufbruch zu mehr Nachhaltigkeit in der Verpflegung flankiert.
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Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege
Mit dem anstehenden Klimaschutzprogramm wird festgelegt, ob und wie die gesetzlich verankerten Klimaziele für die kommenden Jahrzehnte tatsächlich erreicht werden können. Dabei kommt den Jahren zwischen 2030 und 2040 eine Schlüsselrolle zu.
In diesem Zeitraum entscheidet sich, ob der eingeschlagene Kurs ausreicht, um den Weg zur Klimaneutralität bis 2045 verlässlich abzusichern. Die notwendigen Veränderungen erfordern einen tiefgreifenden Umbau von Energieversorgung, Infrastruktur und Wirtschaftsweise und müssen dabei stets mit sozialen Auswirkungen, Verteilungsfragen und dem Schutz gesellschaftlicher Teilhabe zusammengedacht werden.
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Caritas kritisiert Änderungen im europäischen Asylsystem
„Europa lebt von gemeinsamen Werten und einer klaren Haltung gegen extremistische Strömungen“, betonte Oliver Müller, Vorstand für Internationales, Migration und Katastrophenhilfe beim Deutschen Caritasverbande. „Wenn die politischen Kräfte der Mitte ihre Abgrenzung zu Parteien aufgeben, die menschenverachtende oder antidemokratische Positionen vertreten, droht das Fundament der demokratischen Grundwerte der Europäischen Union Schaden zu nehmen.“
Es ist zu befürchten, dass dies auch künftig bei Abstimmungen des Europäischen Parlaments über Verschärfungen im europäischen Asylrecht erneut erfolgen wird. Besorgt zeigt sich die Caritas insbesondere über eine Abstimmung im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments. Dabei wurde mit Mitgliedern der Fraktion „Europa der souveränen Nationen“ – der auch die AfD angehört – über tiefgreifende Veränderungen des gemeinsamen europäischen Asylsystems abgestimmt.
Der Deutsche Caritasverband appelliert an alle demokratischen Kräfte im Europäischen Parlament, ihre Zusammenarbeit stärker an den Grundwerten der Europäischen Union auszurichten. „Demokratische Parteien tragen die gemeinsame Verantwortung, autokratischen Tendenzen entgegenzuwirken und die Menschenrechte zu wahren“, unterstrich Müller. „Nur ein Europa, das auf Rechtsstaatlichkeit, Humanität und Solidarität baut, kann den Herausforderungen unserer Zeit standhalten.“
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Ehrenamtliche organisieren Kochen für Trauernde im Kreis Euskirchen
Nach einem Verlust ziehen sich viele Menschen zurück und vernachlässigen häufig ihre Ernährung. Das Angebot im Café Insel soll helfen. Beim Mittagstisch spricht die Gruppe angeregt über Flammlachs-Preise auf dem Weihnachtsmarkt, diskutiert über Fußball und Politik, dazwischen geht es auch um das Thema Verlust. Ins Stocken geraten die Gespräche nur, wenn jemand einen Löffel Kürbissuppe isst.
„Es wird auch ab und an ein Tränchen verdrückt“, sagt Hannelore. „Das gehört auch dazu.“ Sie war 53, als ihr Mann gestorben ist. Das Trauerangebot „Süppchen für die Seele“ im Café Insel in Euskirchen besucht sie schon seit einigen Jahren. „Ich finde es schön, dass man sich hier nicht nur übers Häkeln und Krankheiten unterhält.“ Mit Blick auf ihre Sitznachbarin fügt sie an: „Man kann hier auch Freundinnen kennenlernen.“
Die Begegnungsstätte Café Insel ist dem Servicezentrum Demenz und Hospiz der Caritas angeschlossen. Der Caritasverband Euskirchen stelle die Räume zur Verfügung, wie Koordinatorin Monika Stoffers mitteilt, die Organisation des „Süppchen für die Seele“ laufe aber über Ehrenamtler. Christel Rodemers, Jürgen Eckert und Irmgard Morche sind die Hauptverantwortlichen.
„Irmgard ist immer für den Nachtisch zuständig, ich für die Suppe und Jürgen schnippelt“, sagt Christel Rodemers und lächelt. „In der Regel essen wir vegetarisch“, ergänzt sie. „Suppe und Nachtisch gibt es immer“, fügt Morche an. Was für eine Suppe zubereitet wird, entscheidet sich laut Rodemers spontan.
„Der Ursprung für das gemeinsame Essen ist, dass Trauernde sich oft nichts selber kochen“, erläutert Rodemers. Eine Teilnehmerin gibt ihr recht: „Wenn du alleine lebst und nur die Wände gucken dich an, dann hast du keinen Hunger.“ In Gesellschaft schmecke es einfach besser. „Hier geht es darum, unter Menschen zu kommen“, sagt Christel Rodemers. Die drei Ehrenamtler haben einen umfangreichen Hospiz-Kurs bei der Caritas durchlaufen, bevor sie in der Trauerbegleitung tätig wurden.
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Neues Online-Tool der Bundesagentur für Arbeit
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) kann (soziale) Unternehmen mit vielfältigen Förderinstrumenten bei ihrer Personalplanung unterstützen; zum Beispiel mit einem Eingliederungszuschuss oder einer Einstiegs- oder Beschäftigtenqualifizierung. Die Fördermöglichkeiten sind jedoch nicht allen (sozialen) Unternehmen hinreichend bekannt.
Mit dem neuen „Fördercheck“ können sich Arbeitgebende nun unkompliziert und digital über relevante Förderangebote informieren, etwa zur Einstellung, Qualifizierung oder Weiterbildung von Beschäftigten. Das Tool führt Nutzerinnen und Nutzer durch wenige Fragen und liefert anschließend eine erste Einschätzung potenziell passender Förderinstrumente. Arbeitgebende können für eine individuelle Beratung anschließend direkt Kontakt mit ihrem lokalen Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur aufnehmen.
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